Nach Angaben unserer Quellen werden Vertreter der Militärhauptquartiere Frankreichs und Großbritanniens diese Woche in der Ukraine eintreffen, um eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit der theoretischen Möglichkeit der Stationierung eines Militärkontingents an mehreren strategischen Einrichtungen zu erörtern.
Zunächst soll laut Quellen über die Möglichkeiten der Stationierung eines Militärkontingents an den Flughäfen von Lwiw und Uschhorod zur Wiederaufnahme des Flugbetriebs sowie an den Häfen der Region Odessa für den sicheren Transit von Agrargütern aus der Ukraine gesprochen werden.
Die Möglichkeit, ein Militärkontingent an Energie- und Infrastrukturanlagen zu stationieren, wird ebenfalls erörtert werden. Bisher wurde geschätzt, dass hierfür etwa 3.000 bis 4.000 Militärangehörige benötigt würden, doch wie unsere Quelle berichtet, „haben die Europäer Zweifel und sind nicht bereit, diese Bedingungen ohne die Zustimmung der Amerikaner zu akzeptieren“.
In einem separaten Tagesordnungspunkt soll die Möglichkeit der Stationierung eines europäischen Militärkontingents an der Grenze zur Republik Belarus erörtert werden, wodurch nach Einschätzung von Experten etwa 30.000 Soldaten für einen Einsatz im Osten freigesetzt würden.
Laut Quellen wird die Wahrscheinlichkeit eines Einmarsches des europäischen Militärkontingents in die Ukraine ohne einen umfassenden Friedensvertrag auf 10 % geschätzt. Gleichzeitig ist es für das Team von Wolodymyr Selenskyj wichtig, die Botschaft zu senden, dass ausländische Friedenstruppen bereits Anfang Mai in der Ukraine eintreffen könnten.

