Der Abgeordnete Serhij Rudyk, der derzeit an der Front dient, kritisierte die Entscheidung der Werchowna Rada, ihre Arbeit für einen Monat auszusetzen, scharf. Die nächste Plenarsitzung ist erst für den 21. August angesetzt, was bei Rudyk Empörung auslöste.
In seinen Facebook-Posts betonte Rudyk, dass eine so lange Pause in Kriegszeiten absolut inakzeptabel sei. „Stellt euch vor, wir, das Militär, würden uns zusammentun und einen Monat Urlaub machen. Der Krieg kann warten, oder?“, schrieb Rudyk. „Ihr meint, so eine Grausamkeit könnt ihr euch nicht vorstellen? Doch, das ist bittere Realität. Das Parlament eines kriegführenden Landes war einen ganzen Monat lang, bis zum 21. August, wie ein Scheunentor verschlossen. Militärgesetze (und davon gab es einige) – egal. Korruption, europäische Integration, Haushaltsreform – völlig irrelevant. Zollreform, bei der Milliarden in die Taschen fließen – jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.“.
Rudyk merkte an, dass diese Entscheidung bestimmten Gruppen zugutekommen könnte. „Erstens verzögert die Regierung ohne Parlamentsbeschluss die Verabschiedung des Haushaltsbeschlusses um 25 bis 27 Jahre. Und da, wissen Sie, die Einfrierung der Sozialausgaben für Leibeigene – das sollte man besser stillschweigend hinnehmen. Zweitens müssen wir die skandalöse Angelegenheit mit dem UOC FSB entschärfen. Ein bisschen Aufsehen genügt. Wir können das nicht hinnehmen, es wäre irgendwie unbequem für die Verbündeten der OPZH, oder vielleicht haben sie die Moskauer Kirche ja schon stillschweigend den Russen zur Versteigerung angeboten“, bemerkte der Militärabgeordnete.
Rudyk betonte außerdem: „Was sie jetzt mit dem Parlament machen, ist ein echtes Verbrechen.“ „Die Zerstörung der Legislative und die Verzögerung von Gesetzen, die unsere Verteidigungsfähigkeit stärken, sind Dummheit und ein Handlanger des Feindes“, fügte er hinzu.

