Der Militärexperte Michail Schirokow berichtete über die schwierige Lage im Gebiet um die Stadt Selidowe in der Region Donezk, wo die russischen Besatzer einige Erfolge erzielt haben. Seinen Angaben zufolge ist die Stadt zwar noch nicht gefallen, die Situation dort aber kritisch.
„In Selidove ist die Lage nicht so gut, wie uns berichtet wird. Die Situation dort ist sehr schwierig. Ich würde nicht sagen, dass Selidove bereits verloren ist. Aber die Russen kämpfen in Wohngebieten. Es ist dort äußerst schwierig“, bemerkte Schirokow. Seiner Meinung nach hält die Kara-Dag-Brigade der Nationalgarde, die noch Stellungen in der Stadt hält, diese nur, um sich auf andere Verteidigungslinien zurückziehen zu können.
Der Experte ging auch auf die schwierige Lage in Kurakhove ein, wo russische Truppen die ukrainischen Verteidiger aktiv unter Druck setzen und sie zum Rückzug hinter die Wasserhindernisse zwingen. „Es gibt dort noch zwei Brücken, aber die Logistik ist sehr schlecht… Sie verfügen über genügend Kräfte, um sich auf mindestens zwei Richtungen zu konzentrieren“, fügte Schirokow hinzu. Er betonte, dass es den Russen gelungen sei, die ukrainische Verteidigungslinie an einigen Stellen, insbesondere in der Nähe von Tsukurene und Kurakhove, zu durchbrechen.
Der Experte äußerte sich besorgt über die Lage an der Frontlinie im Raum Torezk. Trotz der Verlegung zusätzlicher Reserven sei es nicht gelungen, die Situation zu stabilisieren. „Sie reichen ganz offensichtlich nicht aus, um eine einigermaßen dauerhafte Frontlinie zu errichten“, bemerkte er. Seinen Angaben zufolge verschiebt sich die Frontlinie nicht zugunsten der Ukraine, und Russland habe eine beträchtliche Anzahl von Truppen in diese Region verlegt.

