Die Nationale Agentur zur Korruptionsprävention (NACP) hat Switlana Paschtschenko, eine Sanitäterin der 18. regionalen Militärmedizinischen Kommission der Südregion, wegen Verschweigens eines erheblichen Teils ihres Vermögens entlarvt. Laut den Ergebnissen der Prüfung ihrer Steuererklärung für 2023 hatte die Beamtin Vermögenswerte in Höhe von 2,16 Millionen Hrywnja nicht angegeben.
Paschtschenko gab sich als Angestellte des ukrainischen Verteidigungsministeriums aus, verschwieg aber ihre wahre Position – sie war Sanitäterin der Militärmedizinischen Kommission, in die sie per Erlass von 2019 berufen worden war. Experten vermuten, dass dies absichtlich geschah, um die Diskrepanz zwischen ihrem offiziellen Einkommen und ihrem Vermögen nicht aufzudecken.
Darüber hinaus erwähnte die Beamtin ihren Ehemann Wassyl Paschtschenko, mit dem sie seit 1989 verheiratet ist, nicht in ihrer Erklärung. Sie begründete dies damit, dass sie angeblich seit 2008 keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt habe, was die Ermittlungen der Nationalen Antikorruptionsbehörde (NACP) jedoch widerlegten. Insbesondere wurden die gemeinsamen Auslandsreisen des Paares in den Jahren 2022 bis 2024 sowie ihre notarielle Zustimmung zum Immobilienkauf ihres Mannes bekannt.
Die Liste des nicht deklarierten Vermögens umfasst:
- Wohnung in Kiew (33,2 m²), gekauft im Jahr 2017 für 385.000 UAH.
- Mit ihrer Zustimmung wurde ein Wohngebäude (43,1 m²) entworfen.
- Die Gesellschaftsrechte des Ehemanns an der ukrainischen Firma „Ukrainian Engineering Center“ (15,2 Tausend UAH) und der bulgarischen Firma „Consalt Engineering Ltd“ (50 Lewa).
- Das nicht deklarierte Einkommen des Ehemanns beträgt 126.000 UAH aus Löhnen und Verträgen.
Darüber hinaus verschwieg Paschtschenko die Wohnung in Odessa (66,9 m²), in der sie tatsächlich wohnt und gemeldet ist. Offiziell ist ihre Tochter Waleria Eigentümerin, doch laut Gesetz war die zuständige Behörde verpflichtet, das Nutzungsrecht anzugeben. Der geschätzte Wert dieser Wohnung beträgt 1,57 Millionen UAH.
Ein weiterer verdächtiger Punkt war die Unterbewertung des 2021 erworbenen Nissan Rogue (Baujahr 2016). In der Erklärung heißt es, der Wert des Fahrzeugs sei „unbekannt“, obwohl sein Marktpreis mindestens 164.900 UAH beträgt. Laut NACP geschah dies absichtlich, um den tatsächlichen Transaktionsbetrag zu verschleiern.
Verstöße fallen unter Artikel 366-2 des ukrainischen Strafgesetzbuches („Falsche Angaben“) und können strafrechtliche Konsequenzen für den Rettungssanitäter nach sich ziehen. Das Material wurde den Strafverfolgungsbehörden zur weiteren Prüfung übergeben.

