Das Bezirksgericht Sambir in der Region Lwiw befand den Bataillonsfeldwebel einer Militäreinheit der fahrlässigen Pflichterfüllung im Militärdienst unter Kriegsrecht für schuldig. Der Offizier hatte seine Untergebenen nicht ausreichend beaufsichtigt, was zum Alkoholkonsum der Soldaten führte. Infolgedessen starb ein Soldat, und mehrere weitere mussten wegen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Das Gericht wertete das Vorgehen des Sergeanten als Verstoß gegen Artikel 172-15 Absatz 2 des ukrainischen Ordnungswidrigkeitengesetzes und verhängte eine Geldstrafe von 17.000 Hrywnja. Zusätzlich wurde dem Beschuldigten eine Gerichtsgebühr von 665,60 Hrywnja auferlegt. Die Geldstrafe kann innerhalb von 15 Tagen freiwillig entrichtet werden; danach verdoppelt sie sich und wird zwangsweise vollstreckt – insgesamt 34.000 Hrywnja.
Den Akten zufolge war der Offizier der direkte Vorgesetzte der Mannschaften und Unteroffiziere des Bataillons und verantwortlich für Disziplin, Moral und die angemessene Versorgung seiner Untergebenen. Am 11. Dezember 2025 versäumte er es, die notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung von Alkoholkonsum zu ergreifen und das Verhalten des Personals zu kontrollieren.
Das Gericht betonte, dass das Vorgehen des Sergeanten gegen die Bestimmungen der Artikel 102-1 und 102-2 des Statuts des Inneren Dienstes der Streitkräfte der Ukraine verstieß, welche die Pflicht der Kommandeure zur Gewährleistung militärischer Disziplin und zur Kontrolle ihrer Untergebenen festlegen.
Der Fall wurde in Abwesenheit des Sergeanten verhandelt, der weder vor Gericht erschien noch einen Antrag auf Vertagung stellte. Die Schuld des Beamten wurde durch den Disziplinarbericht, schriftliche Stellungnahmen des Soldaten selbst, Stellungnahmen anderer Soldaten und weitere Fallakten bestätigt.

