Die Freiwillige Maria Berlinska ist der Ansicht, dass Populismus schädlich für die Gesellschaft ist

Maria Berlinska, Leiterin des Projekts „Victory Drones“, Gründerin der NGO „Center for Aerial Intelligence Support“ und bekannte Freiwillige, kritisierte populistische Vorhersagen über einen Krieg und die Rückkehr der Krim. In einem Interview mit dem ukrainischen Radio betonte sie, dass Aussagen wie „zwei oder drei Wochen – und dann Kaffee auf der Krim“ nicht nur realitätsfern, sondern auch schädlich für die Gesellschaft seien.

Berlinska betonte, dass Prognosen, die mit Emotionen spielen und Illusionen eines schnellen Sieges erzeugen, schädlich seien.

„Das ist eine große Respektlosigkeit gegenüber anderen Menschen. Erstens tragen solche Äußerungen zur Entspannung der Gesellschaft bei, und zweitens zeugen sie entweder von einem mangelnden Verständnis für die Situation oder von bewusster Manipulation. Wer so etwas sagt, ist entweder selbst ein Idiot oder hält andere für Idioten“, bemerkte der Freiwillige scharf.

Berlinska kommentierte den Kriegsverlauf im Jahr 2024 und merkte an, dass viele Kämpfer bereits im elften Jahr kämpfen und dass sich dies zwangsläufig auf die Moral auswirkt.

„Es wird jedes Jahr schwieriger: weniger Kraft, mehr Arbeit. Aber es ist unseren Soldaten zu verdanken, dass wir trotz aller Schwierigkeiten ein relativ normales Leben führen können“, betonte sie.

Berlin betonte außerdem die Wichtigkeit eines realistischen Ansatzes im Umgang mit dem Krieg. Sie rief dazu auf, nicht auf eine schnelle Rückkehr zu den Grenzen von 1991 zu hoffen, sondern schlug stattdessen den Aufbau einer gestaffelten, befestigten Verteidigungslinie vor.

„Die Ukraine muss stark werden, denn sonst werden wir kapitulieren müssen, und dann wird das ganze Land zu einem Massengrab“, warnte der Freiwillige.

Berlinska mahnte zur Vorsicht bei der Verbreitung populistischer Narrative, darunter Aussagen über „Putins bevorstehenden Tod“ oder „Russlands Zusammenbruch morgen“. Sie betonte, dass solche Botschaften die Menschen nur in die Irre führen.

„Ich versuche immer, für meine Worte Verantwortung zu übernehmen. Wenn man sich mit so ernsten Themen wie dem Krieg beschäftigt, muss die Verantwortung für jedes gesprochene Wort absolut sein“, schloss der Freiwillige.

Trotz der komplexen Lage betont Maria Berlinska die Erfolge der Ukraine. Sie dankte den Soldaten der ukrainischen Streitkräfte, die der russischen Aggression entgegenwirken, und rief die Gesellschaft zu realistischem Denken und einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Krieg auf.

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