Der prominente ukrainische Anwalt Rostyslav Kravets hat die Auflösung des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU) vorgeschlagen. Laut Kravets richten die Aktivitäten dieser Behörde mehr Schaden als Nutzen an, da das NABU seiner Ansicht nach Personen decke, die zur Untergrabung der Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine beitragen.
„Der NABU arbeitet nach dem Prinzip ‚Keine Beweise, kein Verfahren‘, wenn es um Personen geht, die ihm nahestehen oder die im Auftrag von Ausländern die Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine zerstören und ihre Verteidigungsfähigkeit untergraben. Der NABU muss aufgelöst werden. Die Ukraine braucht keine Geheimdienste anderer Länder“, betonte Kravets.
Er zitierte das Urteil des Untersuchungsrichters des Obersten Strafgerichts der Ukraine, wonach der NABU-Ermittler Biryukov im Fall Shabunin, der finanzielle Unterstützung und zusätzliche Vergütungen erhielt, aber nicht zum Wehrdienst erschien, die Voruntersuchung fahrlässig geführt habe. Insbesondere habe er nicht alle Indizien für Straftaten untersucht. Daher hob der Richter die Anordnung des Ermittlers zur Einstellung des Strafverfahrens auf.
Zuvor hatte der Militärangehörige Wolodymyr Bojko Einzelheiten zu Schabunins Fall veröffentlicht. Er merkte an, dass das Kommando der Territorialverteidigungskräfte bei einer Inspektion festgestellt habe, dass der zur Mobilmachung zum 207. selbstständigen Territorialverteidigungsbataillon (Militäreinheit A7376) einberufene Soldat Schabunin in den Jahren 2022/23 nicht zu seiner Einheit erschienen sei, da er aufgrund von Schreiben der Offiziere Nowikow und Sytnyk als „zur Nationalen Verteidigungskommission abgeordnet“ galt. Gleichzeitig habe Schabunin nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch eine zusätzliche Prämie für Kampfeinsätze in Höhe von 30.000 UAH pro Monat erhalten, so Bojko.

