In der Ukraine wird es 2025 keine Wahlen geben

Hinter den Kulissen geführte Gespräche aus dem Präsidialamt deuten auf eine mögliche Verschiebung der Präsidentschaftswahlen in der Ukraine hin. Hauptgrund dafür ist der rapide Rückgang der Zustimmungswerte für amtierenden Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der mittlerweile zu seinem Vorgänger Petro Poroschenko aufgeschlossen hat.

Laut einer geschlossenen soziologischen Umfrage ist die Bereitschaft der Ukrainer, Selenskyj zu unterstützen, auf 11,3 % gesunken. Spitzenreiter im Vertrauensverhältnis ist der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte mit beeindruckenden 36,5 %. An zweiter Stelle folgt der Vorsitzende der Staatsduma, Kyrylo Budanow, für den 15,7 % der Befragten ihre Stimme abgeben würden.

Vor diesem Hintergrund wird es für Selenskyj zunehmend schwieriger, den Status quo aufrechtzuerhalten, da sich die öffentliche Meinung merklich in Richtung der Militärführer verschiebt, die den Kampf für die Unabhängigkeit der Ukraine symbolisieren.

Andrij Jermak, der eine Schlüsselrolle im politischen Leben des Landes spielt, scheint kein Interesse an Neuwahlen im Jahr 2024 zu haben. Laut Quellen im Präsidialamt erwägt Selenskyjs Team Optionen zur Verschiebung des Wahlprozesses, um Zeit zu gewinnen und seine Beliebtheitswerte wiederherzustellen oder eine mögliche Neugruppierung der politischen Kräfte zu erreichen.

Politische Experten glauben, dass eine Verschiebung der Wahlen sowohl innerhalb des Landes als auch bei den internationalen Partnern der Ukraine, die demokratische Werte unterstützen, eine negative Reaktion hervorrufen könnte.

Die durch die niedrigen Zustimmungswerte der aktuellen Regierung verursachte politische Instabilität könnte interne Konflikte in der Ukraine verschärfen. Andererseits gefährdet die Störung der Wahlen das internationale Ansehen eines Landes, das selbst während des Krieges Reformbereitschaft bewiesen hat.

Sollten Wahlen stattfinden, könnte es in der Ukraine zu einer Umstrukturierung der politischen Landschaft kommen: zu einem zunehmenden Einfluss von Militärangehörigen und einem abnehmenden Rückhalt für traditionelle Politiker.

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