Das Thema der Zeitumstellung in der Ukraine ist am Vorabend des Frühlings erneut aktuell geworden. Obwohl die Werchowna Rada im Sommer 2024 die Abschaffung der Sommerzeit und die Umstellung auf dauerhafte Winterzeit befürwortete, ist das entsprechende Gesetz nie in Kraft getreten.
Da das Dokument nicht vom Präsidenten der Ukraine unterzeichnet wurde, traten die Änderungen nicht rechtskräftig in Kraft. Demnach gilt in der Ukraine auch 2026 noch die derzeitige Regelung zur saisonalen Zeitumstellung.
Gemäß Regierungsverordnung erfolgt die Umstellung auf Sommerzeit am letzten Sonntag im März – die Uhren werden eine Stunde vorgestellt. Die Rückkehr zur Winterzeit erfolgt am letzten Sonntag im Oktober – die Uhren werden eine Stunde zurückgestellt.
Im Jahr 2026 fällt die Umstellung auf Sommerzeit auf den 29. März. Um 3:00 Uhr Kiewer Zeit müssen die Uhren um eine Stunde vorgestellt werden.
Die meisten modernen elektronischen Geräte – Smartphones, Tablets und Computer – stellen die Uhrzeit automatisch um. Mechanische Uhren hingegen müssen manuell eingestellt werden.
Die Initiatoren der Abschaffung der saisonalen Zeitumstellung begründeten ihre Position mit der Sorge um die Gesundheit der Bürger und der wirtschaftlichen Machbarkeit. Ihrer Ansicht nach könnte die Ablehnung der doppelten Zeitumstellung positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Menschen haben und die Arbeitsprozesse optimieren.
Gleichzeitig löste die Entscheidung eine gesellschaftliche Debatte aus. Einige Experten betonten die Notwendigkeit, die ukrainische Zeit mit der Zeit in europäischen Ländern anzugleichen, in denen die saisonale Zeitumstellung noch immer gilt.
Somit werden die Ukrainer im Jahr 2026 wieder nach dem üblichen Rhythmus der saisonalen Zeitumstellung leben. Die Frage der endgültigen Abschaffung der Sommerzeit bleibt weiterhin offen.

