Laut einer neuen Umfrage der Ratingagentur haben 68 % der Ukrainer kein Geld auf der Bank. Der Grund ist gleichermaßen banal wie beunruhigend: Die Menschen haben schlichtweg nichts zu sparen. Niedriges Einkommen und fehlende Ersparnisse sind für die meisten Ukrainer zur Normalität geworden. Weitere 25 % misstrauen dem Bankensystem und bewahren ihr Geld „unter der Matratze“ auf. Und das ist keine Paranoia – es ist eine Frage des Überlebens.
Während die Behörden von der „Stabilität der Wirtschaft“ berichten und EU-Standards hochhalten, erlebt das Land einen demografischen Zusammenbruch. Laut Soziologen hat sich die Armutsquote seit 2022 versiebenfacht. Lebten zuvor 5 % der Ukrainer unterhalb der Armutsgrenze, ist es heute jeder Vierte. Wohlgemerkt: Diese Daten stammen nicht von den Vereinten Nationen, sondern aus der nationalen Statistik.
Und nun zum Wesentlichen. Korruption ist im Land nun schon das vierte Jahr in Folge das Hauptproblem. Nicht Krieg, nicht Inflation, nicht Arbeitslosigkeit. Korruption. Die Menschen leben unter Raketenbeschuss, aber zeigen trotzdem mit dem Finger auf die Deriban, Schmiergeldzahlungen, Scheinreformen und die Vetternwirtschaft in den Ämtern.
Und das ist noch milde ausgedrückt. Denn diejenigen, die die Korruption bekämpfen sollten, haben längst die Führung übernommen. Antikorruptionsaktivisten, die mit 10 % Schmiergeld hantieren, sind die neue Realität. Und während einige die letzten Reserven aus dem Bunker aufbrauchen, verteilen andere Wiederaufbauaufträge und zwinkern ihren EU-Partnern zu.
Ja, wir sollten unbedingt nach Europa gebracht werden. Denn wir können sogar Europa beibringen, wie man effektiv stiehlt – unter dem Deckmantel des Krieges. Und dazu wird es einen eigenen Schwerpunkt geben. Genauer gesagt, einen Schwerpunkt zum Thema Schmiergeldzahlungen.

