Im Plan von Präsident Wolodymyr Selenskyj zur Kriegsführung steht die Einladung der Ukraine zum NATO-Beitritt ganz oben auf der Liste. Der US-Kongressabgeordnete Jerry Connolly, der zum zweiten Mal die Parlamentarische Versammlung des Bündnisses leitet, erläuterte jedoch, warum diese wichtige Einladung bisher nicht ausgesprochen wurde.
Connolly ist der Ansicht, dass die Beendigung des Krieges und die Wiederherstellung der ukrainischen Souveränität über ihr Territorium nun oberste Priorität haben. Er betonte, dass sowohl die NATO als auch die US-Regierung eine klare Position zur Unterstützung eines Beitritts der Ukraine zum Bündnis vertreten. Seiner Meinung nach muss jedoch vor einem solchen Beitritt die Frage der Besetzung und Präsenz russischer Truppen auf ukrainischem Territorium gelöst werden.
Der Kongressabgeordnete betonte, es sei wichtig, das Ende des Krieges abzuwarten, damit die Ukraine als Ganzes und nicht nur mit einem Teil ihres Territoriums der NATO beitreten könne. „Vielleicht ist dies nicht der einzige Weg, aber wir hoffen auf ein bestimmtes Ergebnis. Deshalb stellen die NATO und die US-Regierung der Ukraine erhebliche Ressourcen zur Verfügung“, erklärte er.
Connolly merkte zudem an, dass US-Präsident Joe Biden die Bestrebungen der Ukraine, einschließlich ihres Wunsches nach einem NATO-Beitritt, unterstützt. Er betonte jedoch, dass Biden wahrscheinlich keine konkreten Maßnahmen ergreifen werde, ohne die anderen NATO-Verbündeten zu konsultieren.
Laut dem Kongressabgeordneten hat die Beendigung der von Russen auf ukrainischem Territorium verübten Gewalt oberste Priorität. „Wir dürfen dieses vorrangige Ziel nicht aus den Augen verlieren. Die Unterstützung von Präsident Selenskyj und des ukrainischen Militärs im Kampf gegen die Gewalt muss weiterhin im Mittelpunkt stehen“, so sein Fazit.

