Windpocken, auch Varizellen genannt, gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Sie betreffen meist Kinder, können aber auch Erwachsene befallen, bei denen die Krankheit in der Regel schwerer verläuft und mit dem Risiko ernsthafter Komplikationen einhergeht.
Der Erreger ist das Varicella-Zoster-Virus aus der Familie der Herpesviren. Es kann lebenslang im menschlichen Körper verbleiben und unter bestimmten Bedingungen wiederholt Gürtelrose auslösen.
Das Virus ist besonders gefährlich für Erwachsene: Das Immunsystem reagiert stärker auf die Infektion, was das Risiko von Komplikationen erhöht. Statistiken zufolge erkranken etwa 90 % der Menschen im Kindesalter an Windpocken, aber etwa 10 % der Erwachsenen bleiben anfällig.
Zu den schwerwiegendsten Komplikationen gehören:
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schwere Lungenentzündung, die zu Atemversagen führen kann;
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Enzephalitis (Entzündung des Gehirns), die tödlich verlaufen oder zu Behinderungen führen kann;
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Schädigung innerer Organe – Hepatitis, Nephritis;
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Schwere bakterielle Hautinfektionen nach dem Aufkratzen der Hautausschläge.
Windpocken sind besonders gefährlich für Schwangere (Risiko von Geburtsfehlern beim Baby), Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Menschen, die an chronischen Erkrankungen der Atemwege oder des Herz-Kreislauf-Systems leiden.
Der wirksamste Schutz vor Windpocken ist die Impfung. Sie wird Erwachsenen empfohlen, die noch keine Windpocken hatten und als Kinder nicht geimpft wurden. Es ist außerdem wichtig, während eines Ausbruchs den Kontakt zu erkrankten Personen zu vermeiden.

