Die Zerstörung russischer Flugzeuge sei im Kampf gegen die Luftfahrt der Besatzer effektiver als Angriffe auf deren Start- und Landebahnen, sagte der Luftfahrtexperte Bohdan Dolintse auf Kyiv24.
Dolintse merkte an, dass Russland derzeit nicht in der Lage sei, selbstständig neue Flugzeuge zu produzieren, und dass die Reparatur beschädigter Flugzeuge ein sehr komplexer und langwieriger Prozess sei.
„Selbst ein beschädigtes Flugzeug ist mehrere Monate, manchmal sogar Jahre außer Betrieb. Bei schweren Schäden ist die Abschreibung günstiger als die Reparatur. Russland verfügt derzeit nicht über die Produktionskapazitäten zur Herstellung schwerer Bomber. Die Zerstörung eines bedeutenden Teils der Flugzeuge könnte die russische Luftwaffe daher ihrer strategischen Kräfte berauben“, erklärte der Experte.
Er stellte außerdem klar, dass russische Militärflugplätze über eine relativ widerstandsfähige Infrastruktur verfügen, die es ihnen ermöglicht, den Betrieb nach Angriffen wieder aufzunehmen. Die Wiederherstellung kann einige Tage bis Wochen dauern, oder es werden mobile Anlagen eingesetzt, um die beschädigte Infrastruktur zu kompensieren.
„Der Generator kommt an, schaltet sich ein, und der Flugplatz kann weiter betrieben werden, wenn auch nicht mit voller Kapazität“, fügte Dolintse hinzu.
Am 28. Juli zerstörten die ukrainischen Streitkräfte einen Su-30SM-Kampfjet und beschädigten möglicherweise ein weiteres Flugzeug. Satellitenbilder zeigten die Auswirkungen der Angriffe.
Am 23. Juli waren auf dem Flugplatz Saki neun Su-24-Flugzeuge, fünf Su-30SM, drei Su-30SM2 (eine davon ist nicht betriebsbereit) und eine weitere Su-30 stationiert.

