Am 21. Februar feiern die Ukraine und die Welt den Internationalen Tag der Muttersprache. Gleichzeitig werden laut neuem Kirchenkalender an diesem Tag der Einsiedler Timotheus von Olympia, der Heilige Eustachius von Antiochia und die Ikone der Mutter Gottes von Kozelshchansk geehrt. Die Menschen verbinden diesen Tag mit Frühlingsboten und einem Verbot der Pflanzenarbeit.
Internationaler Tag der Muttersprache
Der Feiertag wurde 1999 von der UNESCO ins Leben gerufen, um die sprachliche Vielfalt und Mehrsprachigkeit weltweit zu fördern. In der Ukraine wird dieser Tag traditionell mit Bildungsveranstaltungen, Wettbewerben, Vorträgen und kulturellen Initiativen begangen.
Für die meisten Bürger der Ukraine ist Ukrainisch ihre Muttersprache, aber das Land beherbergt Vertreter vieler nationaler Gemeinschaften – Krimtataren, Juden, Polen, Roma und andere Völker, von denen jede ihre eigene sprachliche und kulturelle Tradition hat.
Darüber hinaus wird weltweit am 21. Februar der Internationale Tag der Reiseleiter gefeiert. Es gibt auch weniger bekannte thematische Daten – den Kombucha-Tag, den Pangolin-Tag, den Marmeladenbrötchen-Tag und den Bärenschutztag.
Kirchlicher Feiertag am 21. Februar
Nach dem Neuen Julianischen Kalender der Orthodoxen Kirche der Ukraine werden an diesem Tag Timotheus von Olympia und der Heilige Eustachius von Antiochia geehrt. In anderen Kirchen wird der Kozelshchansk-Ikone der Mutter Gottes gedacht, die aus der Region Poltawa stammt und als wundertätig gilt.
Im alten Kirchenkalender war der 21. Februar der Gedenktag des Märtyrers Theodor Stratilates, der traditionell als Schutzpatron der Krieger gilt.
Volksglaube und Verbote
In der Volkstradition ist dieses Datum mit der Erwartung des Frühlings verbunden. Man glaubte, dass ein Donnergrollen an diesem Tag ein fruchtbares Jahr für das Vieh verheißen und der Gesang des Buchfinken einen frühen Frühling ankündigen würde. Das Schmelzen des Eises auf den Flüssen galt als Zeichen, die Setzlinge vorzubereiten.
Der Tag galt als günstig für einen gründlichen Hausputz, zum Waschen und Aussortieren alter Dinge. Der Legende nach bringt es Glück, wenn man am 21. Februar kaputte und überflüssige Gegenstände aus dem Haus entfernt.
Gleichzeitig gab es aber auch Warnungen. An diesem Tag wurde davon abgeraten, mit Pflanzen zu arbeiten oder Setzlinge auszusäen, da dies die Ernte beeinträchtigen könnte. Auch lange Reisen, Angeln und übermäßiger Alkoholkonsum galten als unerwünscht.
Der 21. Februar vereint somit einen modernen internationalen Feiertag mit kirchlichen und volkstümlichen Traditionen.

