Die russischen Besatzungstruppen setzen ihre aggressive Offensive im Bezirk Bachmut der Region Donezk fort, insbesondere auf die Stadt Chassiv Jar. Laut Andrej Poluchin, einem Sprecher der Pressestelle der 24. separaten mechanisierten Brigade „König Danylo“, kontrollieren die Russen derzeit etwa 40 % der Stadt, einschließlich des Gebiets bis zum Kanal.
Diese Kontrolle hat weitreichende taktische Konsequenzen. Sollten die Besatzer Chasiv Jar vollständig einnehmen können, erlangen sie einen strategischen Vorteil in den Höhenlagen. Dadurch können sie wichtige Städte in der Region Donezk, wie Kostjantyniwka, Druschkiwka und Kramatorsk, kontrollieren und beeinflussen. Zudem können sie wichtige Nachschubwege zwischen diesen Siedlungen blockieren, was die Verteidigung der ukrainischen Streitkräfte erheblich erschweren und weitere russische Vorstöße erleichtern könnte.
Die Stadt Chasiv Jar ist derzeit fast vollständig zerstört, ähnlich wie Awdijiwka und Bachmut nach den russischen Angriffen. Wie Andrij Poluchin feststellte, verschont der Feind diese Gebiete nicht und legt sie in Schutt und Asche, was auf eine völlige Gleichgültigkeit gegenüber dem Erhalt der Infrastruktur und dem Schutz von Menschenleben hindeutet.
Die Einnahme von Chasowy Jar könnte ein wichtiger Schritt im Plan der russischen Streitkräfte sein, die Region Donezk innerhalb ihrer Verwaltungsgrenzen vollständig zu kontrollieren. Zuvor hatte der Pressesprecher der 26. Artilleriebrigade der ukrainischen Streitkräfte, Oleg Kalaschnikow, bestätigt, dass der Feind seine Vorstöße in das Gebiet der Stadt fortsetzt und täglich Angriffe durchführt.
Die Frontlinie verläuft derzeit entlang des Sewerski-Donez-Kanals, und tägliche Angriffe kleiner Infanteriegruppen deuten darauf hin, dass der Feind versucht, am anderen Ufer des Kanals Fuß zu fassen, um sein Angriffspotenzial weiter auszubauen.

