Trotz der Digitalisierung ist der Militärausweis in der Ukraine nach wie vor ein äußerst wichtiges Dokument. Er wird benötigt, um Kontodaten zu aktualisieren, sich beim Militär anzumelden oder abzumelden. Ihn zu verlieren, bedeutet nicht nur erhebliche bürokratische Probleme, sondern auch einen Gesetzesverstoß.
Das Justizministerium erinnerte daran: Wehrpflichtige, Reservisten und Wehrpflichtige sind verpflichtet, ihren Wehrpass ordnungsgemäß aufzubewahren. Beschädigung oder Verlust des Wehrpasses stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und werden mit einer Geldbuße von 510 bis 850 Hrywnja geahndet. Bei wiederholten Verstößen oder während des Kriegsrechts kann sich die Geldbuße auf bis zu 1.700 Hrywnja erhöhen.
Obwohl der Militärausweis mittlerweile auch elektronisch vorliegen kann, ist das Papierdokument weiterhin zwingend erforderlich. Ohne ihn kann kein Vorgang im Zusammenhang mit der militärischen Registrierung durchgeführt werden. Daher ist bei Verlust des Ausweises jegliche Interaktion mit dem CCC (Combat Control Center) ausgeschlossen.
Das Verfahren zur Wiedererlangung eines Dokuments hängt vom Status der Person ab. Verliert ein Wehrpflichtiger sein Dokument, muss er sich an den Leiter des zuständigen Rekrutierungszentrums wenden und einen Antrag sowie ein Foto einreichen. Handelt es sich um einen Soldaten, muss er eine Meldung an den Kommandeur seiner Einheit verfassen, woraufhin eine offizielle Untersuchung eingeleitet wird. Erst nach deren Abschluss werden die Dokumente zur Ausstellung eines neuen Ausweises weitergeleitet.
Im besten Fall wird ein neues Dokument innerhalb von fünf Werktagen ausgestellt. Dies gilt jedoch erst nach Erledigung aller Formalitäten und nur, wenn keine weiteren Komplikationen auftreten. Daher mahnt das Justizministerium zur Vorsicht: Unter den gegenwärtigen Umständen wird jeder Verstoß gegen die Wehrpflicht – selbst ein formaler – streng geahndet.

