In der Region Lwiw wurde ein System aufgedeckt, bei dem Soldaten, die nicht an der Front waren, illegalerweise „Kampfzulagen“ ausgezahlt wurden. Der Stabschef eines Bataillons der Territorialverteidigungsbrigade steht im Verdacht, Dokumente gefälscht zu haben, auf deren Grundlage Soldaten unrechtmäßig über 35 Millionen Hrywnja erhalten haben.
Den Ermittlungen zufolge gab der Beamte im Zeitraum August bis Dezember 2023 falsche Angaben in offiziellen Berichten an. Die Dokumente legten nahe, dass seine Untergebenen angeblich Kampfeinsätze direkt an der Frontlinie gegen den Feind durchführten. Dies diente als Grundlage für die Erhebung monatlicher Zusatzzahlungen in Höhe von 100.000 Hrywnja.
Tatsächlich führte das Bataillon Aufgaben in rückwärtigen Gebieten durch, in denen keine Kampfhandlungen stattfanden. Die Zahlungen standen in keiner Weise im Zusammenhang mit einer tatsächlichen Teilnahme an Kampfhandlungen.
Der Generalstabschef wurde bereits über den Verdacht informiert. Sein Handeln fällt unter zwei Artikel des ukrainischen Strafgesetzbuches – Artikel 367 Absatz 2 (dienstliche Fahrlässigkeit mit schwerwiegenden Folgen) und Artikel 425 Absatz 4 (fahrlässige Haltung gegenüber dem Wehrdienst unter Kriegsrecht).
Die Frage, welche Präventivmaßnahme gewählt werden soll, wird derzeit entschieden. Die Ermittlungen dauern an.

