In der Ukraine gibt es 9.267 offiziell registrierte Berufe, die in neun Hauptbereiche unterteilt sind. Diese Klassifizierung ermöglicht die Strukturierung des Arbeitsmarktes, vereinfacht die Arbeit der Arbeitgeber und hilft Arbeitssuchenden, schnell den passenden Beruf zu finden. Daten zu offenen Stellen und Bewertungen erlauben es bereits, festzustellen, in welchen Bereichen ein Personalüberschuss besteht und wo sich ein Mangel abzeichnet.
Der erste Abschnitt umfasst Abgeordnete, höhere Beamte, Führungskräfte und Manager. Dazu gehören Präsidenten, Gerichtspräsidenten, Unternehmensdirektoren und Leiter von Organisationseinheiten. In der Ukraine gibt es 1.268 solcher Berufe. Im Laufe des Jahres boten Arbeitgeber rund 24.000 Stellen an, während die Zahl der Arbeitssuchenden 41.000 überstieg, was auf einen hohen Wettbewerb hindeutet.
Der zweite Abschnitt umfasst Akademiker und Hochschulabsolventen – Ärzte, Ingenieure, Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Naturwissenschaftler. Insgesamt sind es 1.249 Berufe. Die Nachfrage in diesem Bereich ist weiterhin hoch: über 51.000 offene Stellen und mehr als 70.000 Arbeitssuchende.
Die dritte Gruppe umfasst Fachkräfte im mittleren Managementbereich der Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Geisteswissenschaften. Dazu gehören Techniker, Laborassistenten, Mechaniker und andere Spezialisten. Insgesamt gibt es 987 solcher Berufe. Die Zahl der offenen Stellen überstieg 46.000, während über 65.000 Bewerbungen eingingen.
Der vierte Abschnitt umfasst technische Angestellte – Kassierer, Büroangestellte, Monteure und Modellbauer. Diese Gruppe beinhaltet 211 Berufe. Arbeitgeber boten über 23.000 Stellen an, und es gab rund 35.000 Bewerber.
Der fünfte Abschnitt umfasst Beschäftigte im Handels- und Dienstleistungssektor. Dazu gehören Barkeeper, Köche, Sicherheitskräfte, Baristas sowie weniger verbreitete Berufe. Insgesamt gibt es 209 Stellen. Hier wurde eines der höchsten Angebotsaufkommen verzeichnet – rund 78.000 offene Stellen bei über 113.000 Bewerbern.
Der sechste Abschnitt umfasst Fachkräfte in der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei und der Fischzucht. Dies ist die kleinste Gruppe mit nur 77 Berufen. Trotzdem ist die Nachfrage in diesem Bereich weiterhin hoch: Fast 9.500 offene Stellen stehen 15.500 Bewerbern gegenüber.
Der siebte Abschnitt umfasst Facharbeiter, die mit Werkzeugen arbeiten – Elektriker, Monteure, Töpfer, Taucher und andere. Insgesamt gibt es 1.367 solcher Berufe. Arbeitgeber haben rund 54.000 Stellen ausgeschrieben, und gerade in dieser Gruppe herrscht ein deutlicher Personalmangel – es fehlen etwa 10.000 Fachkräfte.
Der achte Abschnitt betrifft Fachkräfte in der Wartung und dem Betrieb von technischen Anlagen. Dies ist mit 3.397 Berufen die größte Gruppe, darunter Fahrer, Maschinisten, Maschinenbediener und Anlagenführer. Die Zahl der offenen Stellen liegt bei etwa 75.000, während sich rund 65.000 auf diese Stellen bewerben, was ebenfalls auf einen Personalmangel hindeutet.
Der neunte Abschnitt umfasst die einfachsten Berufe, für die eine Grundausbildung ausreicht. Dazu gehören Lader, Hausmeister, Wachleute und Hilfsarbeiter. Insgesamt gibt es 502 solcher Berufe. Angebot und Nachfrage in dieser Kategorie sind nahezu ausgeglichen – etwa 66.000 offene Stellen und 70.000 Bewerber.
Die Daten des Klassifizierungssystems zeigen insgesamt mehrere klare Trends. In der Ukraine herrscht weiterhin ein hoher Wettbewerb um Führungspositionen und akademische Berufe, während die Wirtschaft zunehmend unter einem Mangel an Fachkräften leidet, insbesondere im Bereich der Bedienung von Werkzeugen und komplexen Geräten. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer aktiveren Weiterbildung des Personals und einer Aufwertung der Berufsstände.

