Der fünfte Februar in der Ukraine vereint gleich mehrere wichtige Ereignisse – einen Berufsfeiertag für das Militär, einen bedeutenden kirchlichen Feiertag und einen international inoffiziellen Feiertag, der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.
In der Ukraine wird der 5. Februar offiziell als Tag des Staatlichen Sondertransportdienstes begangen. Dieser Feiertag gilt den Militärangehörigen, die für den Betrieb und die Instandsetzung der Verkehrsinfrastruktur verantwortlich sind. Diese Einheiten gewährleisten den Bau und die Reparatur von Brücken, Eisenbahnstrecken, Bahnübergängen und anderen strategischen Einrichtungen und arbeiten dabei oft unter Beschuss und Stromausfällen. Ihre Arbeit ist von entscheidender Bedeutung für die Logistik der Streitkräfte und die Versorgung des Landes.
Der 5. Februar ist nach dem neuen Kirchenkalender der Verehrung der Märtyrerin Agathia von Sizilien, des Heiligen Theodosius von Tschernihiw und der wundertätigen Ikone der Mutter Gottes „Jeletsko-Tschernihiw“ gewidmet. Zuvor wurden nach dem alten Kirchenkalender an diesem Tag die Märtyrer Clemens und Agathangelus verehrt. Gläubigen wird empfohlen, den Tag im Gebet zu verbringen, da die Ikone von Jeletsko-Tschernihiw als besonders heilkräftig bei schweren Krankheiten, insbesondere Krebs, sowie bei der Versöhnung von Familien und der Beilegung langwieriger Konflikte gilt.
International wird der 5. Februar als Welt-Nutella-Tag gefeiert. Der Feiertag der beliebten Nusscreme vereint jedes Jahr Millionen Naschkatzen weltweit. An diesem Tag bereiten Dessertliebhaber Süßspeisen mit Nutella zu oder experimentieren mit eigenen Rezepten und erlauben sich dabei, von ihren Diätvorschriften abzuweichen.
Darüber hinaus feiert die Welt auch den Tag des Optimisten, den Tag der Gelehrsamkeit, den Tag des Monarchfalters und den inoffiziellen „Tag des Gesprächs“.
Im Volkskalender galt der 5. Februar als Tag der Abkühlung. Unsere Vorfahren beobachteten das Verhalten der Tiere, um Wetter und Ernte vorherzusagen. Besondere Aufmerksamkeit galt an diesem Tag dem Vieh – die Kühe wurden mit seit dem Herbst eingelagertem Gemüse gefüttert, was als Zeichen des Wohlstands galt. Die Hausfrauen backten Brot, segneten es in der Kirche und teilten es mit ihrer Familie, in dem Glauben, es würde Gesundheit für das ganze Jahr bringen.
An diesem Tag gelten bestimmte Verbote. Es gilt als unangebracht, zu streiten, zu fluchen, gierig zu sein oder Streitigkeiten auszutragen. Es wird nicht empfohlen, Tiere zu beleidigen oder sie aus dem Haus zu werfen. Laut Volksglauben kann die Verweigerung von Almosen am 5. Februar zu finanziellen Schwierigkeiten führen.

