Der 5. März vereint mehrere wichtige Ereignisse – kirchliche Traditionen, internationale Initiativen und Volksbräuche. In der Ukraine ist dieser Tag kein offizieller Feiertag, doch gilt er seit Langem als besonderer Tag für Bauern und Hausbesitzer. Im Volksglauben symbolisiert er den Beginn der Feldarbeit und die Vorbereitung auf die kommende Ernte.
Nach dem Kirchenkalender, gemäß dem Neuen Julianischen Stil, wird an diesem Tag der heilige Märtyrer Konon von Mandon verehrt. Der Legende nach war er ein fleißiger Bauer und bekannt für seine tiefe christliche Treue. Der Heilige starb den Märtyrertod, weil er sich weigerte, seinem Glauben abzuschwören. In der Volkstradition gilt Konon als Schutzpatron der Landarbeiter, daher beten Gläubige an diesem Tag für eine gute Ernte, reiche Feldfrüchte und Schutz vor Naturkatastrophen. Im alten Kirchenkalender war der 5. März auch mit dem Gedenken an Fürst Jaroslaw den Weisen verbunden, der als christlicher Heiliger verehrt wird.
International ist dieser Tag mit Umweltthemen verbunden. Weltweit wird am 5. März der Welttag der Energieeffizienz begangen. Sein Hauptziel ist es, die Menschen an die Notwendigkeit eines sparsamen Umgangs mit natürlichen Ressourcen, des Energiesparens und der Reduzierung schädlicher Emissionen zu erinnern. Die Organisatoren der Initiative rufen die Gesellschaft dazu auf, darüber nachzudenken, wie sich alltägliche Gewohnheiten auf die Umwelt und die Zukunft unseres Planeten auswirken.
Darüber hinaus finden an diesem Tag in verschiedenen Ländern mehrere thematische Veranstaltungen statt. Dazu gehören der Tag der Geodäsie und Geoinformation, der Tag der Erfindung des Hefters, der Tag des Bewusstseins für dissoziative Identitätsstörungen und der Tag der Käsestangen.
Im Volkskalender ist der 5. März mit Zeichen verbunden, die bei der Vorhersage von Wetter und Ernte halfen. Man glaubte, dass der Schnee, falls er bis dahin noch nicht zu schmelzen begonnen hatte, lange liegen bleiben könnte. Regen an diesem Tag verhieß häufigen Hagel im Sommer, und das Erscheinen von jungem, grünem Gras eine reiche Ernte. Ein klarer Himmel versprach laut Volksglauben einen warmen und milden März.
Dieses Datum gilt traditionell auch als günstig für den Beginn der Gartenarbeit. Unsere Vorfahren entfernten das Laub des Vorjahres, sammelten trockene Zweige, gruben die Beete um und bereiteten den Boden für die neue Saison vor. Selbst bei kühlem Wetter versuchten sie, zumindest einen Teil der Arbeiten zu erledigen, um Wohlstand ins Haus zu bringen.
Dieser Tag ist jedoch mit einigen Warnungen verbunden. Die kirchliche Tradition rät von Streit, Fluchen und übermäßigem Alkoholkonsum ab. Gläubige beachten zudem die Fastenregeln. Man glaubt, dass die ruhige Atmosphäre, die Arbeit und die Enthaltsamkeit dieses Tages Wohlstand und eine gute Ernte für das ganze Jahr begünstigen.

