Schutz vor Mobilmachung: Was Mitarbeiter wichtiger Institutionen wissen müssen

Im Kontext der Generalmobilmachung in der Ukraine bleibt der Reservierungsmechanismus für Beschäftigte bestehen, deren Tätigkeit als kritisch für das Funktionieren des Staates eingestuft wird. Dies gilt nicht nur für den Verteidigungssektor, sondern auch für Institutionen, die die wirtschaftliche Stabilität, die Lebensgrundlagen der Bevölkerung und den Betrieb der Infrastruktur gewährleisten.

Die Reservierung kann von Militärangehörigen beantragt werden, die offiziell in Einrichtungen arbeiten, die berechtigt sind, Personal vor Ort zu stationieren. Dazu gehören staatliche Stellen, Gerichte, Strafverfolgungsbehörden sowie Unternehmen, die Aufträge für den Verteidigungssektor ausführen oder die Grundversorgung der Gesellschaft sicherstellen. Auch internationale Institutionen und spezialisierte Organisationen, die mit dem Staat oder den Vereinten Nationen zusammenarbeiten, zählen dazu.

Die Entscheidung über die Vergabe des Status „kritisch wichtig“ trifft das Ministerium und gilt für ein Jahr. Der Arbeitnehmer verliert den Anspruch auf diese Vorzugsbehandlung, wenn er seinen Arbeitsort wechselt oder die Organisation den entsprechenden Status verliert.

Eine weitere Voraussetzung ist die Verfügbarkeit aktueller Wehrpflichtregistrierungsdaten. Sollte ein Wehrpflichtiger abgelaufene Dokumente besitzen oder wegen Verstößen gegen die Registrierungspflicht gesucht werden, gilt diese Regelung nicht.

Sie können eine Reservierung aus der Ferne vornehmen – ohne ein regionales Rekrutierungszentrum aufsuchen zu müssen. In den meisten Fällen erfolgt dies durch den Arbeitgeber über elektronische Dienste, insbesondere über die App „Diya“. Der/Die Arbeitnehmer/in kann den Status der Reservierung über „Reserve+“ oder mit dem vom Unternehmen ausgestellten Zertifikat überprüfen.

Eine ärztliche Untersuchung ist keine zwingende Voraussetzung für die Erlangung einer Reservierung. Nach erfolgter Untersuchung ist der/die Mitarbeiter/in jedoch verpflichtet, sich auf Verlangen einer militärärztlichen Untersuchung zu unterziehen.

Somit behält der Staat auch während einer Phase aktiver Mobilisierung die Möglichkeit, Fachkräfte einzusetzen, die die Kontinuität kritischer Prozesse gewährleisten. Diese Lösung ermöglicht es, professionelles Personal in Schlüsselbereichen zu erhalten und gleichzeitig die Effektivität der Mobilisierungskampagne aufrechtzuerhalten.

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