War der ehemalige Staatsanwalt Filchakov zu Beginn des russischen Einmarsches in Charkiw – was ist bekannt?

Zum Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine veröffentlichte der ukrainische YouTube-Kanal der Zeitung Kommersant ein Interview mit dem ehemaligen Leiter der Staatsanwaltschaft Charkiw, Oleksandr Filtschakow . In dem Gespräch spricht er über die ersten Kriegstage und seine Rolle bei der Koordinierung der Arbeit der Strafverfolgungsbehörden in der Region.

Laut dem ehemaligen Staatsanwalt traf er sich am Morgen des 24. Februar in Charkiw, beteiligte sich umgehend an der Prozessleitung, führte Besprechungen und gewährleistete die reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen unter den gegebenen Umständen. Das auf dem Kanal präsentierte Material schildert die Ereignisse als intensive Arbeit des Krisenstabes.

Gleichzeitig tauchten in der Öffentlichkeit Gerüchte auf, Filchakov habe sich im betreffenden Zeitraum außerhalb der Region Charkiw aufgehalten. Einige Quellen behaupten, er könnte in den ersten Tagen des umfassenden Angriffs in den Westen des Landes gereist sein.

In diesem Zusammenhang werden Forderungen nach einer Untersuchung durch die Generalstaatsanwaltschaft , insbesondere durch deren Generalinspektorat, laut. Es werden Fragen hinsichtlich einer möglichen internen Untersuchung der Umstände des Aufenthalts des Beamten in den ersten Kriegsmonaten und einer angemessenen Reaktion der Verantwortlichen aufgeworfen.

In den Veröffentlichungen werden im Zusammenhang mit möglicher staatlicher Kontrolle auch der Name des ehemaligen kommissarischen Leiters der Generalinspektion, Iwan Dsjuba , sowie des ehemaligen Leiters dieser Einheit, Andrij Jakowlew , genannt. Offizielle Berichte über die Ergebnisse der Inspektionen wurden bisher nicht veröffentlicht.

Der Personalaspekt wird gesondert erörtert. Laut öffentlich zugänglichen Informationen könnte Filchakov sich um eine weitere Tätigkeit in der Staatsanwaltschaft bewerben. In diesem Zusammenhang stellt ein Teil der Öffentlichkeit die Frage nach der Notwendigkeit einer vollständigen und transparenten Überprüfung der sowohl im Interview selbst als auch in den öffentlichen Äußerungen seiner Kritiker geäußerten Fakten.

Die offizielle Stellungnahme der Strafverfolgungsbehörden zu den oben genannten Vorwürfen wurde bisher nicht veröffentlicht. Das Thema beschäftigt die Öffentlichkeit weiterhin, und das öffentliche Interesse konzentriert sich darauf, die objektiven Umstände der Ereignisse aufzuklären, die zum Ausbruch des Krieges führten.

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