In den vergangenen Jahren hat die Ukraine aufgrund des militärischen Konflikts im Osten des Landes eine massive humanitäre Krise erlebt. Hunderttausende Ukrainer waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und im Ausland Schutz zu suchen. Einige von ihnen haben in verschiedenen europäischen Ländern internationalen Schutz gefunden.
Gleichzeitig variiert der Anteil solcher Ukrainer je nach Land erheblich, wie eine Studie der EWL-Migrationsplattform in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Osteuropastudien der Universität Warschau zeigt.
Es zeigte sich, dass mehr als die Hälfte der ukrainischen Staatsbürger in Deutschland (57 %) die Zukunft ihrer Kinder in Deutschland sehen, während 39 % sie in der Ukraine sehen. In den Niederlanden hingegen ist die Situation umgekehrt: Dort sehen mehr als die Hälfte (60 %) die Zukunft ihrer Kinder in der Ukraine und nur 29 % in ihrem derzeitigen Wohnsitzland.
Gleichzeitig gaben die Hälfte der befragten Ukrainer in Deutschland (51 %) und den Niederlanden (50 %) an, mit Kindern unter 18 Jahren eingereist zu sein. In beiden Ländern reiste ein Drittel der Befragten (33 %) mit einem Kind. Das Durchschnittsalter des jüngsten Kindes beträgt in Deutschland 8 Jahre, in den Niederlanden 9 Jahre.

