Der Sommer 2025 könnte einer der extremsten der letzten Jahrzehnte werden. Meteorologen warnen vor ungewöhnlich hohen Temperaturen, einer Zunahme von Gewittern, Sturmböen und Hagel sowie vor einer möglichen Dürre, die nicht nur Ernten, sondern in einigen Regionen auch die Wasserversorgung bedroht.
Dies geht aus einer von OBOZ.UA unter Berufung auf ukrainische Meteorologen veröffentlichten Studie hervor.
Laut Vira Balabukh, Kandidatin der Geographischen Wissenschaften, spürt die Ukraine bereits die Auswirkungen des Klimawandels. Die größte Bedrohung stellt die Dürre dar, verursacht durch sinkende Wasserstände in Flüssen, die Trockenlegung von Sümpfen und den Rückgang des Grundwasserspiegels. Dieses Problem betrifft vor allem die südlichen und nördlichen Regionen, insbesondere die Gebiete Mykolajiw und Cherson sowie Polissja, das bis vor Kurzem noch als feuchte Zone galt.
Unter solchen Bedingungen steigt das Risiko großflächiger Waldbrände, insbesondere im Frühling und Sommer. Das Verschwinden kleiner Flüsse und die Zerstörung aquatischer Ökosysteme könnten langfristige Folgen für das gesamte Land haben.
Neben der Hitze wird der Sommer weitere klimatische Herausforderungen mit sich bringen. Natalia Golenya, Leiterin der Abteilung für meteorologische Vorhersage des Ukrhydrometeorologischen Zentrums, warnte vor einer Zunahme der Häufigkeit und Intensität gefährlicher Wetterphänomene wie Hagel, Böen, Starkregen und Gewitter.
„Die warme Luftmasse, die sich in eine kältere verwandeln wird, trägt zur Bildung von Gewitterwolken bei. Dies kann stürmische Winde, Starkregen und Hagel hervorrufen, die insbesondere im Agrarsektor Schäden verursachen“, erklärte der Meteorologe.
Angesichts dieser Prognosen sollten sich Regierung und Kommunen jetzt auf mögliche Krisen – sowohl im Wasser- als auch im Agrarsektor – vorbereiten. Eine stabile Wasserversorgung, Brandschutzmaßnahmen, Ernteversicherungen und die Sensibilisierung der Bevölkerung dürften entscheidende Faktoren sein, um den Herausforderungen des kommenden Sommers zu begegnen.

