„Meal Sequencing“ ist ein neuer Ernährungstrend, der bei Menschen, die ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren oder abnehmen möchten, immer beliebter wird. Dabei werden Lebensmittel in einer bestimmten Reihenfolge während einer Mahlzeit verzehrt: zuerst stärkearmes Gemüse, dann Proteine und Fette und schließlich Kohlenhydrate. Diese Methode wird von einigen Ärzten aktiv empfohlen, insbesondere für Menschen mit Typ-2-Diabetes.
Die zertifizierte Ernährungsberaterin Jamie Nadeau erklärt, dass dieser Ansatz tatsächlich helfen kann, Blutzuckerspitzen zu vermeiden, Entzündungen im Körper zu reduzieren und den Appetit besser zu kontrollieren. So deuten beispielsweise Forschungsergebnisse von UCLA Health darauf hin, dass dieses Ernährungsmuster potenziell positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben kann.
Laut dem Experten gibt es jedoch noch nicht genügend wissenschaftliche Belege, um diese Methode eindeutig als zuverlässig oder universell anwendbar zu empfehlen. Für Menschen mit Diabetes kann sie eine hilfreiche Gewohnheit werden, sollte aber nicht als „natürliche Alternative“ zu Medikamenten wie Ozempic betrachtet werden.
Nadeau mahnt dazu, sich nicht von trendigen Ernährungstricks mitreißen zu lassen, sondern eine Ernährung aufzubauen, die auf bewährten Prinzipien gesunder Ernährung basiert: mehr Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, mageres Eiweiß und gesunde Fette sowie regelmäßige körperliche Aktivität und Beachtung der Körpersignale.
„Wenn Sie Ihre Mahlzeit gerne mit Gemüse beginnen, wunderbar. Aber das Wichtigste ist nicht die Konsistenz, sondern die Gesamtqualität des Essens“, schließt sie.

