Am Vorabend von Ostern 2025 müssen die Ukrainer erneut mit steigenden Preisen für Grundnahrungsmittel wie Brot, Eier und Fleisch rechnen. Dies gab der stellvertretende Vorsitzende des gesamtukrainischen Agrarrats, Denys Marchuk, in einer Pressekonferenz im Medienzentrum Ukraina bekannt. Laut Marchuk liegt die Lebensmittelinflation bereits bei über 13 Prozent und steigt weiter an.
Dieses Jahr fällt Ostern für Ost- und Westchristen auf denselben Termin – den 20. April. Die Nachfrage nach Lebensmitteln steigt, was den Preisdruck weiter erhöht. Dies gilt insbesondere für jene Warengruppen, die traditionell zum Osterkorb gehören.
„Die Produktpreise werden nicht nur aufgrund der Inflation steigen, sondern auch aufgrund von Logistikproblemen und den gestiegenen Energiekosten. Hinzu kommt die hohe Nachfrage, die typisch vor Feiertagen wie Ostern ist“, bemerkte Marchuk.
Brot und Backwaren
Laut Experten sind die Brotpreise im Jahr 2024 bereits um 20 % gestiegen. Und dieser Trend wird sich fortsetzen. Der Preis wird nicht nur von den Getreidekosten beeinflusst, sondern auch vom Dollar-Wechselkurs, den gestiegenen Stromkosten und den Lieferkosten. Daher könnten Brot und Gebäck in den kommenden Wochen noch einmal um einige Prozent teurer werden.
Eier
Die Ukrainer spürten die Preiserhöhungen am stärksten bei Eiern. Analysten prognostizieren für den Vorabend von Ostern einen Preisanstieg von etwa 10 Prozent. Hauptgrund dafür sind die gestiegenen Futterkosten und die saisonale Nachfrage. Nach den Feiertagen ist jedoch mit einem saisonalen Preisrückgang von 20 bis 30 Prozent zu rechnen – bedingt durch ein erhöhtes Angebot aus privaten Haushalten.
Fleisch
Fleischprodukte sind eine weitere Produktkategorie, deren Preise traditionell nach dem Ende der Fastenzeit steigen. Dieser Trend wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen. Die Kosten für Rind- und Schweinefleisch könnten sich in der Nähe der Feiertage und Anfang Mai erhöhen. Sinkende Viehbestände und hohe Produktionskosten aufgrund gestiegener Getreide- und Futtermittelpreise bleiben die entscheidenden Faktoren.
Auch wenn einige Waren nach Ostern etwas günstiger werden könnten, bleibt der allgemeine Markttrend für Verbraucher ungünstig. Laut Marchuk sollten sich die Ukrainer darauf einstellen, dass die Lebensmittelpreissituation auch 2025 schwierig bleiben wird. Zwar führt die Regierung neue Kontrollinstrumente ein (insbesondere Preisobergrenzen), diese haben aber noch keine systemische Wirkung gezeigt.
Ukrainern wird empfohlen, ihre Einkäufe frühzeitig zu planen, um Preisanstiege kurz vor Ostern zu vermeiden. Selbst bei frühzeitigem Kauf ist jedoch mit deutlich höheren Ausgaben für Osterkörbe im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen.

