Expertenprognosen zum Dollar-Wechselkurs

Experten erwarten bis Ende August keine drastischen Änderungen des Dollar-Wechselkurses. Sie begründen dies mit dem Ausbleiben signifikanter negativer Nachrichten aus der Ukraine und dem Ende der Weihnachtszeit. Diese Prognose basiert auf der stabilen Lage am Devisenmarkt, die durch die Maßnahmen der Nationalbank und das Ausbleiben größerer wirtschaftlicher Schocks aufrechterhalten wird.

Andrij Zablowski, Leiter des Sekretariats des Unternehmerrats beim Ministerkabinett der Ukraine, erklärte gegenüber TSN, dass signifikante Wechselkursschwankungen erst Anfang September zu erwarten seien. Laut Zablowski werde die Aufsichtsbehörde aufgrund der Angebots- und Nachfragekontrolle keine größeren Kurssprünge zulassen. Er fügte hinzu, dass die Hrywnja diese Woche sogar an Wert gewinnen könnte, was mit der erhöhten Nachfrage zum Monatsende zusammenhänge, wenn Unternehmen aktiv Steuern zahlen und Gehälter auszahlen. Dies erhöhe das Währungsangebot auf dem Interbankenmarkt, was wiederum zu einer Abwertung von Dollar und Euro führe.

Oleg Pendzin, Mitglied des Wirtschaftsdiskussionsklubs, betonte, dass der Schuljahresbeginn den Dollar-Wechselkurs vorübergehend senken könnte. Seiner Ansicht nach würden Eltern und Schüler verstärkt Geld umtauschen, um Schulmaterialien zu kaufen, was ebenfalls zu einer Kurssenkung beitragen werde.

Taras Lesovy, Leiter der Treasury-Abteilung der Globus Bank, geht davon aus, dass der Sommer am Devisenmarkt ohne größere Wechselkursschwankungen ausklingen wird. Er prognostiziert, dass der zulässige Kurskorridor im Interbankenmarkt bei 41–41,7 UAH/USD und im Kassamarkt bei 41–42 UAH/USD liegen wird.

Die Analysten des Investmenthauses ICU haben ihre Prognose für den Dollar-Wechselkurs zum Jahresende ebenfalls aktualisiert und von 42,3 UAH/USD auf 42,6 UAH/USD angehoben. Diese Veränderungen sind jedoch eher langfristig zu erwarten, und der Markt bleibt vorerst stabil.

Experten sind sich im Allgemeinen einig, dass der August ohne größere Wechselkursschwankungen ausklingen wird und eine leichte Aufwertung der Hrywnja durchaus möglich ist. Die Situation könnte sich jedoch mit Beginn des Herbstes ändern, wenn die Wirtschaftstätigkeit nach den Ferien und dem Schulbeginn wieder anzieht.

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