Wie man aus einem alten Router einen WLAN-Verstärker baut: Anleitung von Technikexperten

Viele Nutzer kennen das Problem schwachen WLAN-Empfangs in bestimmten Räumen oder Bereichen ihres Hauses. Anstatt neue Geräte zu kaufen, kann man einen alten Router als Signalverstärker nutzen. Das erklären die Technikexperten des Which? und geben eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Zuerst müssen Sie Ihren alten Router auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Halten Sie dazu in der Regel die Reset-Taste auf der Rückseite des Geräts 30 Sekunden lang gedrückt. Notieren Sie sich außerdem die IP-Adressen beider Router – des Hauptrouters und des alten. Diese Informationen finden Sie normalerweise auf den Aufklebern am Gerätegehäuse.

Im Folgenden sind die grundlegenden Einrichtungsschritte aufgeführt:

  1. Verbinden Sie den alten Router über ein Ethernet-Kabel mit Ihrem Computer.

  2. Öffnen Sie einen Browser und geben Sie die IP-Adresse des alten Routers ein, um sich in dessen System einzuloggen.

  3. Deaktivieren Sie den DHCP-Server in Ihren lokalen Netzwerkeinstellungen – dadurch werden IP-Adresskonflikte vermieden.

  4. Weisen Sie dem alten Router eine statische IP-Adresse zu – diese muss sich im selben Subnetz wie der Hauptrouter befinden (z. B. 192.168.1.2, wenn der Hauptrouter die IP-Adresse 192.168.1.1 hat).

  5. Verwenden Sie dieselbe WLAN-SSID und dasselbe Passwort wie für Ihren Hauptrouter. Dadurch können Geräte automatisch zwischen den Zugangspunkten wechseln.

  6. Speichern Sie die Änderungen und verbinden Sie anschließend beide Router über die LAN-Anschlüsse mit einem Ethernet-Kabel.

Sie können Ihren alten Router dann in einem Bereich mit schwachem Signal platzieren. Er fungiert dann als Zugangspunkt, verstärkt das Signal und bietet zusätzliche Anschlüsse für die Verbindung von Geräten per Kabel.

Experten weisen darauf hin, dass eine solche Konfiguration nicht nur die WLAN-Abdeckung verbessert, sondern es auch ermöglicht, die LAN-Anschlüsse des alten Routers zum Anschluss von Fernsehern, Computern oder Konsolen zu nutzen.

Übrigens: Viele ältere Geräte, darunter einige Smartphones, Laptops und Router, erhalten ab 2025 keine Updates mehr. Dadurch können sie anfällig für Angriffe oder sogar komplett unbrauchbar werden. Prüfen Sie daher vor der Weiterverwendung alter Geräte, ob diese noch unterstützt werden.

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