Der Staat ist verpflichtet, Militärangehörigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen oder eine finanzielle Entschädigung zu zahlen, wenn ihnen offiziell ein Bedarf an verbesserter Wohnsituation nachgewiesen wird. Dieses Recht ist im Wohnungsgesetz der Ukraine sowie in einschlägigen Gesetzen und Beschlüssen des Ministerkabinetts geregelt.
Um eine Wohnung zu erhalten, muss sich ein Soldat in einem bestimmten Ort melden. Anschließend reicht er bei der Wohnungskommission seiner Einheit einen Bericht ein, dem er Unterlagen zur Familienzusammensetzung und den Wohnverhältnissen beifügt. Die Kommission prüft die Unterlagen innerhalb eines Monats und entscheidet danach über die Wohnungsanmeldung.
Militärangehörige können sich nur dann registrieren lassen, wenn sie über keine angemessene Unterkunft verfügen oder in einer unzureichenden Unterkunft leben. Wer seine Wohnverhältnisse vorsätzlich verschlechtert hat, beispielsweise durch den Verkauf einer Wohnung oder den Abriss eines Hauses, kann sich fünf Jahre lang nicht registrieren lassen.
Die Wohnungsvergabe erfolgt über eine Warteliste, deren Reihenfolge sich nach dem Anmeldedatum richtet. Bestimmte Gruppen werden vorrangig berücksichtigt – insbesondere Familienangehörige verstorbener Soldaten und Soldaten, die auf der Prioritätenliste stehen. Lehnt ein Soldat eine Wohnung unberechtigt ab, kann sein Platz auf der Warteliste um ein Jahr verschoben werden.
Militärangehörige mit mehr als 20 Dienstjahren haben Anspruch auf dauerhaften Wohnraum oder eine finanzielle Entschädigung, die sie einmalig während ihrer gesamten Dienstzeit erhalten können. Zusätzliche Garantien gelten für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen, aufgrund ihres Alters oder wegen Personalabbaus entlassen wurden, sowie für Militärangehörige mit Behinderungen der Gruppen I oder II. Familienangehörige von Gefallenen oder Vermissten haben ebenfalls Anspruch auf kostenlosen Wohnraum.
Die Entschädigung wird aus dem Staatshaushalt gezahlt und soll die Möglichkeit bieten, Wohnraum entsprechend den Standards der Gegend und der Qualität zu erwerben.
Militärangehörige können aus dem Register gestrichen werden, wenn sich ihre Wohnverhältnisse verbessern, sie falsche Angaben machen, zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt werden, wegen Inkompetenz entlassen werden oder wenn sie bereits einmal eine Unterkunft oder Entschädigung erhalten haben.

