Im Falle einer Verletzung oder des Todes von Verteidigern der Ukraine haben deren Angehörige Anspruch auf eine einmalige finanzielle Unterstützung. Dieser Prozess kann sich jedoch aufgrund bürokratischer Verfahren verzögern, die mehrere Wochen bis sechs Monate dauern können. Laut Roman Istomin, dem Sprecher des Regionalen Komitees für Zivilschutz und Militärpolizei (CCC) Poltawa, wird die Unterstützung bei Dienstunfähigkeit, vorübergehender Arbeitsunfähigkeit oder Tod eines Militärangehörigen gewährt. Es ist wichtig, dass die Zahlungen an aktive Militärangehörige von der jeweiligen Einheit erfolgen.
Verletzte Soldaten erhalten nach Feststellung der Verletzungsumstände eine einmalige Unterstützung. Die Unterstützung für Angehörige verstorbener Soldaten beträgt 15 Millionen Hrywnja, wird jedoch in Raten ausgezahlt: ein Fünftel sofort, der Rest über 40 Monate.
Istomin erläuterte den Algorithmus zur Berechnung der Unterstützung. Zunächst stellt der Bürger einen Antrag beim CCC. Anschließend werden die Umstände des Vorfalls aufgeklärt und Dokumente sowie Informationen der Militäreinheit angefordert. Das Verfahren kann mehrere Monate dauern, da die Dokumente gesammelt und geprüft werden müssen, insbesondere wenn sich die Militäreinheiten in Kampfgebieten befinden. Wichtig ist, dass die Dokumente nicht per Post, sondern per Kurierdienst versandt werden.
Obwohl der Prozess der Unterstützung von Opfern und Angehörigen gefallener Soldaten klar definiert ist, kann er durch Verzögerungen bei der Dokumentation und andere bürokratische Hürden erheblich verlangsamt werden.

