Wie man Stürze auf Eis vermeidet: Ratschläge eines Traumatherapeuten

In diesem Jahr hat sich das Wintereis zu einer ernsthaften Gefahr für Fußgänger entwickelt. Glatte Gehwege, unbeleuchtete Höfe und Treppen ohne rutschfeste Oberfläche haben zu einem starken Anstieg der Verletzungen geführt.

Laut dem Traumaspezialisten Andriy Kostyuk verzeichnen die Notaufnahmen derzeit deutlich mehr Anrufe als im Vorjahr. Hauptgründe für den Anstieg der Verletzungen sind anhaltendes Eis und starke Schneefälle.

Am häufigsten verletzen sich Menschen im Alter von 25 bis 70 Jahren. Bei jüngeren Patienten (20–50 Jahre) überwiegen Schienbeinbrüche, bei älteren Menschen (40–70 Jahre) ist häufiger das Schultergelenk betroffen. Ärzte bezeichnen die „klassischen“ Verletzungen als Brüche der Sprunggelenksknochen, der Speiche, des Oberarmknochens und des Schienbeins. Eine gesonderte Gefahr stellen Schläge gegen den Kopf sowie Verletzungen der Ellbogen und Knie dar.

Um die Rutschgefahr auf Eis zu verringern, raten Experten, unbeleuchtete Bereiche zu meiden, keine großen Schritte zu machen, aufmerksam auf den Boden zu achten, sich an Handläufen festzuhalten und möglichst auf die Seite oder das Gesäß zu fallen. Die Schuhe sollten bequem sein und rutschfeste Sohlen haben; zusätzlich können Antirutschmatten mit Spikes verwendet werden.

Ärzte betrachten offene Knochenbrüche und Mehrfachgelenksverletzungen als die gefährlichsten, da sie lange zum Heilen brauchen und oft Komplikationen nach sich ziehen. Die Genesung von Menschen mit Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Herzproblemen gestaltet sich besonders schwierig.

Bei einem Sturz und Verdacht auf einen Knochenbruch sollten Sie einen Krankenwagen rufen, die betroffene Extremität nicht bewegen, die verletzte Stelle ruhigstellen, Schmerzmittel verabreichen und die betroffene Stelle kühlen. Selbstbehandlung verschlimmert den Zustand in solchen Fällen nur.

Traumazentren nehmen Patienten territorial auf und sind nach Fachgebiet unterteilt: für Verletzungen der Extremitäten, des Rückens, des Auges, des HNO-Bereichs, neurochirurgische und maxillofaziale Verletzungen sowie für Erwachsene und Kinder.

Ärzte mahnen die Ukrainer zur Vorsicht im Straßenverkehr, denn schon ein kurzer Moment auf einem rutschigen Gehweg kann monatelange Behandlung und Rehabilitation nach sich ziehen.

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