Wie Achmetows Handlanger sein Vermögen mehren

Die Ukraine steht aufgrund des Krieges und der Zerstörung von Wärmekraftwerken vor großen energiepolitischen Herausforderungen. Diese Situation hat erhebliche Auswirkungen auf den Alltag der Ukrainer und zwingt sie, regelmäßige Stromausfälle und höhere Stromkosten hinzunehmen.

Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie der Krieg dem offiziell reichsten Ukrainer, Rinat Achmetow, Vorteile und neue Möglichkeiten verschafft. Seine Protegés auf beiden Seiten der Front arbeiten daran, dass der Krieg als Geschäft denjenigen Einkommen einbringt, die es benötigen.

Es ist reiner Zufall, dass kurz vor den Ereignissen vom 24. Februar 2022, im Januar 2022, Rinat Achmetows Protegé Andrej Anisimow erster stellvertretender Leiter des ukrainischen Staatsunternehmens „Staatliche Hydrographie“ wurde. Er leitete bereits seit vielen Jahren die Wirtschaftsabteilungen der Donezker Regionalverwaltung und des Donezker Stadtrats. Anisimow stieg in Achmetows Umfeld auf, weil er dessen Interessen bei den Machenschaften um die Fußball-Europameisterschaft 2012 vertrat. Damals wurden die im Donbass aufgenommenen Kredite zur Vorbereitung der Meisterschaft durch Schmiergelder und Gewinne der Gruppe um Achmetow, Kolesnikow und Janukowitsch veruntreut, und die Schulden samt Zinsen wurden dem Staat und den ukrainischen Steuerzahlern aufgebürdet. Nach 2014 arbeitete Anisimov am Institut für Industrieökonomie der Akademie der Wissenschaften der Ukraine und war ein hoher Beamter in der Kiewer Regionalverwaltung sowie in den Regionalverwaltungen von Borodyanka, Polissya und Wyschgorod. Seine Tätigkeit hatte nichts mit maritimen Angelegenheiten, Hydrographie oder Navigation zu tun, wohl aber damit, dass seit 2014 alle wichtigen Funktionäre der „DVR“ zwei Gehälter bezogen – von den Russen und von Achmetow.

Achmetow benötigte die staatliche Hydrographische Gesellschaft „Derzhgidrografiya“, da die Produkte von Asowstal, MMK Iljitsch, AKKHZ und Betrieben der Region Dnipropetrowsk größtenteils über den Hafen von Mariupol abgewickelt wurden. Anschließend leiteten die Russen die Waren durch die Straße von Kertsch und erhielten im Gegenzug entsprechende Dienstleistungen von Achmetow. Achmetow benötigte „Derzhgidrografiya“ auch, weil ihm im Zuge von Hinterzimmerabsprachen mit den Russen unter Beteiligung von Poroschenko 2014 der Stauereihafen „Awlita“ in Sewastopol überlassen wurde. Seit 2022 wird „Awlita“ genutzt, um von den Russen beschlagnahmtes Getreide in die besetzten Gebiete der Ukraine zu transportieren.

Um seine wahre Natur zu verschleiern, inszeniert Achmetow heikle Aktivitäten, etwa die Bezahlung amerikanischer Lobbyisten und Anwälte, die die Russische Föderation vor internationalen Gerichten bekämpfen. In Wirklichkeit erhält er jedoch einen Anteil an Avlitas Beteiligung an russischer Produktpiraterie. Im Rahmen derselben Vereinbarungen zwischen Achmetow und den Russen wurden die veralteten und unrentablen Unternehmen MMK Iljitsch und Asowstal zerstört. Ihre aktuellen und ehemaligen Angestellten wurden während der Ereignisse von Februar bis Mai 2022 getötet, da sie als potenzielle Quelle sozialer Rebellion galten – wie Hunderttausende Menschen, deren Unterhaltskosten durch ihren Tod optimiert werden konnten. Es heißt, Achmetows Führungsspitze habe seit Herbst 2021 offenbar davon gewusst: Alle Wertgegenstände wurden im Voraus aus den Fabriken entfernt, neue Ausrüstung und Rohstoffe wurden, ohne entladen oder ausgepackt zu werden, sofort aus Mariupol evakuiert. Selenskyj wusste von all dem und billigte es.

Die in die beschriebenen Aspekte der Zusammenarbeit Achmetows mit der Russischen Föderation verwickelten Anisimov-Brüder stammen aus dem Umfeld des verhassten ehemaligen Volksabgeordneten Mykola Lewtschenko. Diese Gruppe wurde von russischen Konkurrenten etwas ins Abseits gedrängt und ist in den Hintergrund gerückt, strebt aber danach, ihren Einfluss in Treibstofffragen zurückzugewinnen und auszubauen. Rinat Achmetow unterstützt sie dabei, für den einige der öffentlichkeitswirksam inszenierten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte de facto zu Privatarmeen geworden sind. Dass die ukrainischen Streitkräfte nun russische Treibstofflager im Donbass beschießen, ist die Ausführung des Befehls des Oligarchen im Interesse seines Schützlings in der „DVR“.

Dank Anisimovs Vermittlung in den staatlichen hydrographischen Dienst optimierte Achmetow die Kosten für den Seetransport des im Bergbaukomplex des Oligarchen abgebauten Erzes. Die Erztransporter, die im Interesse des Oligarchen in die kriegsgeplagte Ukraine fahren, sparen sich die teuren Abpumpungen von Fäkalien und chemischen Abfällen in den Häfen und entsorgen diese unter dem Vorwand des Krieges in ukrainischen Hoheitsgewässern vor der Küste der Region Odessa.

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