Auf seinem Telegram-Kanal gab der stellvertretende Volksabgeordnete und Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Finanzen, Steuern und Zollpolitik, Danylo Hetmantsev, die voraussichtlichen Verluste für den ukrainischen Staatshaushalt durch die derzeit stattfindende neue Blockade der polnischen Grenze bekannt.
Seinen Angaben zufolge könnten die Verluste für den ukrainischen Haushalt 7,7 Milliarden Hrywnja erreichen, falls die Grenzblockade nicht bis Ende des Monats aufgehoben wird. Dies ist ein erheblicher Betrag, der die Funktionsweise des Zolls und die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes, insbesondere im Februar, beeinträchtigen wird.
In den jüngsten Ereignissen haben polnische Bauern, beginnend am 9. Februar, einen Streik an der Grenze zur Ukraine ausgerufen. Im Rahmen dieses Streiks planen sie, in einigen Regionen alle Kontrollpunkte und Straßen zu blockieren und Forderungen in Bezug auf die Agrarpolitik und die Unterstützung der Viehzucht zu stellen.
Diese Situation erschwert den Lkw-Verkehr an den blockierten Kontrollpunkten erheblich, was sich stark auf die ukrainischen Exporte auswirkt und gleichzeitig die Einfuhr von Agrarprodukten einschränkt.
Die ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen haben zuletzt aufgrund der Blockade der Westgrenzen, die Ende 2023 immer wieder andauerte, erhebliche Einbußen erlitten. Laut der Nationalbank der Ukraine ging das Außenhandelsvolumen im November um 860 Millionen US-Dollar und im Dezember um weitere 620 Millionen US-Dollar zurück. Bis Ende 2023 hat die Ukraine dadurch potenzielle Einnahmen in Höhe von rund 1,5 Milliarden US-Dollar verloren.

