Wissenschaftler warnen: Heißer Tee birgt ein Gesundheitsrisiko

Tee gehört für viele Menschen zum täglichen Ritual – zum Frühstück, während der Arbeit oder zur Entspannung. Traditionell gilt er als gesundes Getränk, das das Nervensystem beruhigt, die Verdauung fördert und die Konzentration steigert. Gleichzeitig deuten neue wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin, dass selbst die gewohnte Tasse heißer Tee versteckte Gesundheitsrisiken bergen kann.

Eine Studie von Wissenschaftlern hat gezeigt, dass heißer Tee unter den gängigen Getränken die höchste Menge an Mikroplastik enthält. Im Durchschnitt kann ein Liter Tee bis zu mehrere Dutzend Mikropartikel enthalten, was deutlich mehr ist als bei anderen Erfrischungsgetränken. Die hohe Temperatur des kochenden Wassers trägt dazu bei, dass diese Partikel vermehrt in die Flüssigkeit freigesetzt werden.

Eine weitere Gefahr stellt die Art der Teezubereitung dar. Die Verwendung von Pappbechern zum Mitnehmen, die innen mit Kunststoff beschichtet sind, führt dazu, dass noch mehr Mikroplastik in das Getränk gelangt. Unter solchen Bedingungen erhöht sich die Anzahl der Partikel im Vergleich zu Tee, der in Glas- oder Keramikgefäßen aufgebrüht wird.

Wissenschaftler erklären, dass Mikroplastik winzige Fragmente sind, die beim Zerfall von Kunststoffen entstehen oder gezielt bei deren Herstellung verwendet werden. Heute finden sich diese Partikel fast überall – im Wasser, in Lebensmitteln, in der Luft und sogar im Gewebe des menschlichen Körpers.

Obwohl die Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit noch intensiv erforscht werden, haben Tierversuche bereits einen Zusammenhang mit Entzündungsprozessen, Hormonstörungen und Verdauungsproblemen nachgewiesen. Als eine der Hauptquellen für Mikroplastik im Tee gelten moderne Teebeutel aus Nylon oder Biokunststoff, die beim Kontakt mit kochendem Wasser aktiv Mikropartikel freisetzen.

Experten weisen zudem auf den Tanningehalt im Tee hin – Substanzen, die dem Getränk seinen adstringierenden Geschmack verleihen. Sie können die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln verringern, was insbesondere für Vegetarier, Schwangere und Menschen mit Anämierisiko relevant ist.

Um mögliche Risiken zu minimieren, raten Experten zu losem Tee, Teebeuteln ohne Plastikbestandteile, dem Verzicht auf Einwegbecher und dem Genuss von Tee zwischen den Mahlzeiten. Zudem wird empfohlen, eisenreiche Lebensmittel mit Vitamin C zu kombinieren und den Teekonsum nicht zu überschreiten.

Trotz der identifizierten Risikofaktoren bleibt Tee für die meisten Menschen unbedenklich, wenn er bewusst und in angemessenen Mengen konsumiert wird.

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