Trotz des Krieges entwickelt sich der Markt für Agrarland in der Ukraine weiter. Die teuersten Grundstücke befinden sich im Westen des Landes, die größte Nachfrage besteht im Zentrum. Diese Daten deuten auf eine Verlagerung des Investoreninteresses hin zu sichereren Regionen.
Laut den neuesten Schätzungen befindet sich das teuerste Agrarland derzeit in der Region Iwano-Frankiwsk: Dort werden durchschnittlich 126.600 UAH pro Hektar verlangt. An zweiter Stelle folgt die Region Lwiw mit einem Durchschnittspreis von 118.300 UAH/Hektar. Den dritten Platz belegt die Region Kiew mit 89.400 UAH/Hektar. Danach kommt die Region Ternopil mit einem Preis von 86.900 UAH/Hektar.
In den Frontregionen, wo ein hohes Risiko für Kämpfe besteht, bleiben die Preise jedoch am niedrigsten. Aufgrund der Sicherheitslage zögern Käufer, in solchen Gebieten zu investieren.
Hohe Preise sind jedoch nicht immer ein Indikator für die größte Nachfrage. Die meisten Grundstücksgeschäfte werden in den Regionen Poltawa, Winnyzja und Kiew abgeschlossen. Dort kaufen Landwirte und Agrarunternehmen aktiv Land für die landwirtschaftliche Produktion und investieren langfristig.
Analysten gehen davon aus, dass sich die aktuellen Trends fortsetzen werden. Die westlichen Regionen bleiben preislich am attraktivsten, und die Nachfrage konzentriert sich auf die Zentralukraine, wo die Entwicklung eines Agrarunternehmens sicherer und vielversprechender ist.

