Eine Gruppe von Arbeitern in der Nähe von Charkiw errichtet trotz regelmäßiger Angriffe der russischen Streitkräfte weiterhin eine Verteidigungslinie. Trotz Verlusten unter den Arbeitern gehen die Arbeiten weiter.
Die Ukraine hat in der Region Charkiw, zehn Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt, eine Verteidigungslinie errichtet. Die Arbeiter führen diese Arbeiten ohne Spezialausrüstung und mit Schaufeln durch, während sie Angriffen russischer Militärflugzeuge mit V1-Raketen ausgesetzt sind. Der Journalist Paul Ronzheimer, stellvertretender Chefredakteur der Bild-Zeitung, besuchte eine Baustelle in der Nähe von Charkiw, wo die Verteidigungsanlagen errichtet werden. Er betonte, dass die Arbeiter im grenznahen Bereich ohne die notwendige Ausrüstung arbeiten. Laut Ronzheimer beschießen russische Truppen die Arbeiter regelmäßig, was zu Opfern unter ihnen führt.
Ein Video, das von einem deutschen Journalisten aufgenommen wurde, zeigt eine Gruppe von 4-5 Arbeitern, die mit Schaufeln Verteidigungsanlagen errichten.
Laut Carlo Masala, Experte der Bild-Zeitung und Professor an der Universität der Bundeswehr in München, könnte ein möglicher russischer Angriff aus Richtung Kramatorsk erfolgen. Er äußerte Zweifel am Bau von Verteidigungsanlagen aus der Region Charkiw. Dem Experten zufolge könnte Charkiw, ähnlich wie Mariupol, Ziel russischer Angriffe werden, was einen Regierungswechsel und die Evakuierung der Bevölkerung zur Folge hätte.

