Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete von einem wichtigen Telefongespräch mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, das vor zwei Monaten stattfand. In diesem Gespräch bekundete Trump seine Unterstützung für die Ukraine im Kampf gegen die russische Aggression und versicherte seine Bereitschaft, das Land zu stärken.
„Ich habe mit Donald Trump telefoniert, und er sagte, dass er uns sehr unterstützt. Wir hatten ein gutes Gespräch. Er versteht, wie schwer es ist, in einem Krieg zu überleben, und er wird alles tun, um die Ukraine zu stärken“, sagte Selenskyj in einem Interview mit Fareed Zakaria auf CNN.
Der ukrainische Präsident merkte außerdem an, dass er plane, Trump seinen Friedensplan vorzustellen, um dessen Reaktion auf mögliche Wege zur Beendigung des Krieges zu erfahren.
„Ich kann das nicht verstehen“: Selenskyj zu Trumps Versprechen, den Krieg schnell zu beenden
Selenskyj äußerte Zweifel an den Aussagen Trumps, der wiederholt behauptet hatte, den Krieg in wenigen Tagen beenden zu können. „Ich kann das nicht nachvollziehen, weil ich die Details nicht kenne“, sagte der ukrainische Präsident. Er betonte außerdem, dass die Wahlkampfaussagen von Politikern nicht immer der Realität entsprächen: „Die Wahlkampfzeit und die Wahlkampfaussagen sind Wahlkampfaussagen. Manchmal sind sie nicht sehr realistisch.“
Selenskyj bekräftigte seine Absicht, seinen Friedensplan nicht nur Trump, sondern auch dem amtierenden US-Präsidenten Joe Biden, Vizepräsidentin Kamala Harris und dem US-Kongress vorzulegen. Nach diesen Konsultationen soll der Plan veröffentlicht werden.
Trump und die Ukraine
Donald Trump hat wiederholt kontroverse Aussagen zum Krieg in der Ukraine gemacht. Während einer Debatte mit Kamala Harris wich er einer direkten Antwort auf die Frage aus, ob er sich einen Sieg der Ukraine im Krieg gegen Russland wünsche. Stattdessen betonte Trump seine „guten Beziehungen“ sowohl zum ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als auch zum russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Darüber hinaus erklärte James De Vance, der Kandidat für das Amt des US-Vizepräsidenten aus dem Trump-Team, dass Trumps Regierung im Falle eines Wahlsiegs von der Ukraine und der Europäischen Union fordern werde, in nutzlose Verhandlungen mit Russland einzutreten und den Konflikt faktisch „einzufrieren“.

