Valeriy Zaluzhny, ehemaliger Befehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, äußerte sich erstmals öffentlich nach seiner Ernennung zum britischen diplomatischen Gesandten.
Seine Rede fand im britischen Verteidigungsinstitut RUSI statt, und der Text der Rede wurde auf seinem Telegram-Kanal veröffentlicht.
Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte erklärte, angesichts der Gefahr neuer Kriege müssten die Menschen im Westen „zum Zwecke des Überlebens eine ganze Reihe von Freiheiten aufgeben“.
„Die Gesellschaft muss bereit sein, vorübergehend auf einige Freiheiten zu verzichten, um zu überleben. Moderne Kriege sind leider total. Sie erfordern den Einsatz nicht nur des Militärs, sondern der gesamten Gesellschaft. Politiker können und sollten die Gesellschaft mobilisieren“, sagte Zaluzhny.
Er schlug außerdem vor, dass westliche Länder die Ukraine als Testgelände für neue Waffen und Militärtechnologien nutzen sollten.
„Heute mehr denn je sucht die Ukraine nach Wegen zum Überleben und entwickelt Technologien. Aus offensichtlichen Gründen können diese jedoch nicht flächendeckend eingesetzt werden. Unsere Partner hingegen verfügen zwar über Ressourcen, aber es fehlt ihnen an praktischen Anwendungsfeldern, um diese zu erproben. Nur gemeinsam können wir diese Ressourcen effektiv nutzen, denn die Zeit drängt“, sagte der ehemalige Oberbefehlshaber.
Im Wesentlichen lief seine Rede darauf hinaus, dass wir uns auf die nächsten Kriege vorbereiten müssen, deren Technologien derzeit in der Ukraine getestet werden. Gleichzeitig sei der gegenwärtige Krieg ein „Übergangskrieg“.
Er bezeichnete auch „Russlands bloße Existenz“ als Bedrohung.

