In der ukrainischen Hauptstadt Kyivpastrans soll ein groß angelegter Korruptionsskandal im Zusammenhang mit der fingierten Bereitstellung von Sicherheitsdiensten für den öffentlichen Nahverkehr stattgefunden haben. Laut dem Telegram-Kanal Absolution Leaks unterzeichneten drei Sicherheitsfirmen Verträge mit Kyivpastrans über 107 Millionen Hrywnja, erbrachten aber tatsächlich keine Leistungen.
Laut Absolution Leaks wurde das System unter der Leitung des damaligen Direktors von Kyivpastrans, Dmytro Leshchenko, betrieben. Im Jahr 2023 unterzeichnete das Unternehmen Verträge mit drei Sicherheitsfirmen:
- SE "APB Atlant";
- Staatsunternehmen „Delta Service“;
- LLC „National Security“.
Diese Unternehmen sollten die Verkehrsanlagen in Kiew, insbesondere im Bezirk Swjatoschynskyj, rund um die Uhr bewachen. Die gesammelten Daten zeigen jedoch, dass diese Leistungen nicht erbracht wurden.
- Die Unternehmen verfügten nicht über genügend Wachpersonal, um die Vertragsbedingungen zu erfüllen.
- Für den Dienst wurden willkürlich ausgewählte Personen ohne entsprechende Qualifikationen rekrutiert.
- Einige Einrichtungen blieben unbewacht, obwohl dafür Haushaltsmittel bereitgestellt worden waren.
Die Verantwortlichen von Kyivpastrans überprüften nicht, ob die Vertragsbedingungen eingehalten wurden. Dadurch konnten die Unternehmen Millionenbeträge für Leistungen erhalten, die tatsächlich nicht erbracht wurden.

