Yegor Firsov: „Diese Drohnen stecken nicht fest. Sie haben Angst vor allen.“

An der Front herrscht ein neuer König. Kein Panzer, keine Artillerie, keine Soldaten. Es ist eine Glasfaser-Drohne – ein technologisches Monstrum, das die Spielregeln verändert. Sie ist unempfindlich gegenüber Funkstörungen, stört nicht und bricht nicht ab. Heute ist sie die gefährlichste Waffe auf dem Schlachtfeld. Diese Realität beschreibt der Soldat der ukrainischen Streitkräfte, Jegor Firsow, der uns direkt von der Front berichtet: Der Krieg hat sich neu erfunden. Die Grauzone dehnt sich aus, die Taktiken verändern sich, und der einzige Ausweg für einen Soldaten, wenn eine Glasfaser-Drohne über ihm kreist, ist die Flucht oder das Verstecken in größerer Tiefe.

Der Feind setzt diese Geräte massenhaft ein, und es gibt bis heute keine wirksame Gegenmaßnahme. Gleichzeitig passen sich auch die ukrainischen Streitkräfte an: Sie entwickeln eigene Drohnen und restrukturieren Logistik, Evakuierung und Ausbildung. Doch die Hauptaufgabe, betont Firsov, ist nicht die Ausrüstung. Es bedarf hochqualifizierter Kommandeure und einer adäquaten Organisation, ohne die selbst die besten Drohnen nutzlos sind.

Leider müssen wir den Marathonlauf fortsetzen.

Bei welchem ​​Kilometer befinden wir uns? Es ist nicht klar, ob es Kilometer 21 oder 39 ist, aber die Ziellinie ist noch nicht in Sicht.

Man muss auch bergauf laufen.

Wie ist die Lage an der Front? Vor einem Monat war es für uns einfacher.

In den Chaträumen der verschiedenen Einheiten herrscht Tag und Nacht reges Treiben: Logistik, Evakuierung, Organisation verschiedener Arten von BPLK.

Drohnen erleben eine neue Evolutionsstufe: Flüge über 30 Kilometer entlang von Glasfaserkabeln sind Realität. Immer mehr solcher Drohnen sind im Einsatz. Das bedeutet, dass die Grauzone, in der man sich nur unterirdisch bewegen kann, noch größer wird.

Der Feind hat Kurs auf Glasfasernetze gesetzt – diese Drohnen lassen sich bisher nur mit Waffengewalt bekämpfen. Oder man flieht einfach vor ihnen, je schneller, desto besser (und geschickt!)

Übrigens sollte der Umgang mit Drohnenangriffen als Fahrer ein wichtiger Bestandteil der militärischen Ausbildung sein.

Die Glasfaserdrohne entwickelt sich zum unangefochtenen König der Front. Wie ein Agent aus Matrix ist sie der unverwundbarste aller Helden.

Die Verbesserung der Organisation im Heer ist die Hauptaufgabe. Sie ist sogar wichtiger als Drohnen. Denn letztere werden wir, wie immer, mit kollektiver militärischer Aufklärung gewinnen. Erstere erfordert eine Analyse unserer eigenen Fehler und hochqualifizierte Führungskräfte, von denen es immer mehr geben sollte.

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