Der ehemalige Leiter der Abteilung für Europäische Integration und Internationale Zusammenarbeit im Ministerium für Veteranenangelegenheiten, Jewhen Schybalow, gab seine Entlassung öffentlich bekannt und warf der stellvertretenden Ministerin Ruslana Welychko-Tryfonyuk systematische Beleidigungen vor. Der Vorfall löste breite Resonanz aus und führte nach einer internen Prüfung zur Entlassung des Beamten.
Was ist passiert?
Am 16. Dezember 2024 erklärte der Kriegsveteran und Journalist Jewhen Schybalow, er sei aufgrund ständiger Beleidigungen von Ruslana Velichko-Tryfonyuk zum Rücktritt gezwungen worden. Er schilderte die Einzelheiten des inakzeptablen Verhaltens und erklärte, er habe mehrere Monate lang Demütigungen und Beschimpfungen ertragen müssen, darunter Äußerungen, die seine Professionalität, Würde und Persönlichkeit herabwürdigten.
„Ich habe viele interessante Dinge über mich selbst gelernt: dass ich ein ‚verdammter Idiot ‘ bin, ‚ nichts tue‘ und dass ich einen ‚schlaffen Penis‘ habe. Ich habe so lange wie möglich durchgehalten, aber am Ende habe ich beschlossen, dass ich kein Recht habe, das zu tolerieren“, kommentierte Shibalov die Situation.
Das Ministerium für Veteranenangelegenheiten reagierte umgehend und verurteilte jegliches Verhalten, das die menschliche Ehre und Würde verletzt. Am 6. Januar wurde eine interne Prüfung eingeleitet, und bereits am darauffolgenden Tag, dem 7. Januar 2025, wurde Ruslana Velychko-Tryfonyuk von ihrem Posten entlassen.
Die Erklärung des Ministeriums für Veteranenangelegenheiten stellt fest:
„Unter keinen Umständen kann ein Verhalten gerechtfertigt werden, das die Ehre und Würde eines Kriegsveteranen oder irgendeiner anderen Person verletzt.“.
Jewhen Schybalow bestätigte, von Ruslana Velichko-Tryfonyuk beleidigt worden zu sein, konnte aber nicht erklären, was dieses Verhalten ausgelöst haben könnte. Gleichzeitig merkte er an, dass seine Versuche, dieses Mobbing zu stoppen, vergeblich gewesen seien.
Journalisten versuchen derzeit, Stellungnahmen vom ehemaligen stellvertretenden Minister und der Leitung des Ministeriums für Veteranenangelegenheiten zu erhalten, bisher gab es jedoch keine Antwort.
Der Skandal im Ministerium für Veteranenangelegenheiten hat wichtige Fragen zum Umgang mit Kriegsveteranen und zur allgemeinen Arbeitskultur in Regierungsbehörden aufgeworfen. Der Vorfall verdeutlicht die Notwendigkeit einer strengeren Kontrolle des Verhaltens von Beamten und der Schaffung sicherer Arbeitsbedingungen für Beschäftigte, insbesondere für Veteranen.

