In der Region Lwiw steht ein Anwalt unter Betrugsverdacht, der während des Kriegsrechts verübt wurde. Die Spezialstaatsanwaltschaft für Verteidigung der Westregion meldete den Verdacht, dass ein Anwalt Bürger getäuscht habe, indem er ihnen gegen hohe Geldsummen Hilfe anbot.
Den Ermittlungen zufolge betrog der Anwalt eine Witwe, deren Mann in der Region Donezk verstorben war. Er versprach ihr Hilfe bei der Beantragung staatlicher Unterstützung in Höhe eines erheblichen Teils der Summe. Er überzeugte die Frau, dass sie ohne seine Hilfe keine Zahlungen erhalten könne, und verlangte 30 % der Unterstützungssumme sowie 25.000 Hrywnja monatlich für seine „Dienste“. Der Anwalt riet ihr außerdem, ein Testament aufzusetzen, um Streitigkeiten zwischen den Kindern zu vermeiden.
Um seine kriminellen Machenschaften zu verschleiern, zwang er das Opfer, ein Bankkonto zu eröffnen und ihm eine Karte mit PIN-Code zu schicken. Anschließend stahl er etwa 800.000 UAH von der Karte der Frau.
Ein ähnliches Schema wurde gegen eine andere Einwohnerin der Region Lwiw angewendet, deren Ehemann während der Kämpfe in der Region Luhansk vermisst wurde. Der Anwalt versprach ihr Hilfe bei der Suche nach ihrem Mann und kassierte dafür 460.000 UAH.
Der Täter wurde bei einem weiteren Diebstahl festgenommen und nun wegen Betrugsverdachts angezeigt. Ihm drohen bis zu zwölf Jahre Haft. Zudem wird die Frage der Beschlagnahme seines Eigentums – einer Wohnung und zweier Autos – geprüft.

