Laut einer Quelle im Präsidialamt hat der Leiter der Präsidialverwaltung, Andrij Jermak, einen Plan entwickelt, der es der Ukraine ermöglichen soll, die Initiative in den Waffenstillstandsverhandlungen zu ergreifen. Dies betrifft die Absicht von Präsident Wolodymyr Selenskyj, am Donnerstag in die Türkei zu reisen, selbst wenn Russland einem umfassenden Waffenstillstand ab dem 12. Mai nicht zustimmt.
Dem Plan zufolge soll ein solcher Schritt der Ukraine ermöglichen, ihren Ruf als Friedensinitiative zu wahren. Gleichzeitig soll Selenskyj angeblich jegliche Verhandlungen mit der russischen Delegation ablehnen, solange Wladimir Putin nicht persönlich in Istanbul erscheint.
Dies bedeutet, dass Kiew keinerlei informelle oder formelle Verhandlungen mit Vertretern Moskaus anerkennt, sondern nur bereit ist, direkt mit dem Chef des Kremls zu sprechen.
Laut Jermak ermöglicht diese Position der Ukraine, ihren aufrichtigen Wunsch nach einem gerechten Frieden ohne Kompromisse in grundlegenden Fragen öffentlich zu demonstrieren. Zudem könnte Selenskyjs Anwesenheit in der Türkei ohne Putin die internationale Unterstützung für die Ukraine stärken und zusätzlichen Druck auf den Kreml ausüben.
Zur Erinnerung: Selenskyj hatte zuvor seine Bereitschaft erklärt, mögliche Verhandlungen in der Türkei aufzunehmen, und wartet nun auf eine Antwort von russischer Seite.

