Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach einem Treffen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump seine Absicht erklärt, Gespräche mit Russland aufzunehmen. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP sagte Selenskyj, eine wichtige Voraussetzung für solche Gespräche sei die Beteiligung der USA, der Ukraine und Russlands sowie die Berücksichtigung der Position der Europäischen Union.
„Ich würde mir wünschen, dass die Vereinigten Staaten, die Ukraine und Russland am Verhandlungstisch sitzen. Auch die Stimme der Europäischen Union sollte gehört werden. Ich denke, das wäre fair und effektiv. Aber ich weiß nicht, wie das Ergebnis aussehen wird“, bemerkte Selenskyj.
Er stellte außerdem klar, dass die Ukraine derzeit mit der Trump-Administration in Kontakt stehe, diese Konsultationen jedoch allgemeiner Natur seien und keine konkreten Vorschläge oder Vereinbarungen über weitere Maßnahmen enthielten.
Zuvor hatte Donald Trumps Berater John Kellogg Wahlen in der Ukraine bis Ende des Jahres gefordert. Daraufhin schlug Selenskyj vor, vor dem Hintergrund solcher Äußerungen und unter Berücksichtigung möglicher neuer Ansätze der internationalen Gemeinschaft nach Wegen für friedliche Verhandlungen mit Russland zu suchen.
Trotz der ausbleibenden konkreten Ergebnisse der Gespräche ist Selenskyj der Ansicht, dass die Ukraine weiterhin für internationale Kontakte und Diplomatie offen bleiben sollte. Gleichzeitig betonte er, dass der Erfolg jeglicher Verhandlungen von den Positionen aller Beteiligten und den weiteren Schritten des Kremls abhängen werde.

