Zhvanetsky wird als Symbol der russischen Imperialpolitik anerkannt – Schlussfolgerung der UINP

Das Ukrainische Institut für Nationales Gedenken hat festgestellt, dass die Verwendung des Namens des Satirikers Mychajlo Schwanezki in den Namen geografischer Objekte, juristischer Personen und Denkmäler eine Manifestation von „Propaganda der russischen Imperialpolitik“ darstellt. Diese Schlussfolgerung wurde in einem entsprechenden Dokument veröffentlicht, das von den Experten des Instituts erstellt wurde.

Obwohl Schwanezki in Odessa geboren wurde, war der Großteil seines Lebens und Schaffens mit den russischen Städten Leningrad (heute St. Petersburg) und Moskau verbunden. Sein künstlerisches Schaffen entstand ausschließlich in russischer Sprache, und der Satiriker selbst wurde wiederholt mit staatlichen Auszeichnungen der Russischen Föderation geehrt, was laut UINP seine Integration in den Kulturraum des Aggressorstaates belegt.

Obwohl Zhvanetsky 2015 auf der sogenannten „Weißen Liste“ der Kulturschaffenden stand, die sich gegen die Annexion der Krim aussprachen, lassen spätere Äußerungen des Satirikers Zweifel an seiner Position aufkommen. Insbesondere erklärte er 2014 in einer Rede: „Die Krim ist verloren, sie kann nicht zurückgewonnen werden“, und äußerte zudem die Ansicht, dass die Zukunft der Ukraine von den USA und Russland entschieden werden sollte. Das Institut für Nationales Gedenken merkte an, dass diese Rhetorik voll und ganz der russischen Darstellung der Ukraine als abhängigem Staat entspreche.

Im Jahr 2019 besuchte Zhvanetsky auch die besetzte Krim, wo er in dem vom Propagandakanal „Russia 1“ in Auftrag gegebenen Film „Odessa Steamer“ mitwirkte. In dem Projekt waren Schauspieler zu sehen, die auf der ukrainischen Liste der Personen stehen, die eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen, darunter Fedor Dobronravov und Mikhail Porechenkov.

Vor diesem Hintergrund kam die UINP zu dem Schluss, dass die Erinnerung an Zhvanetsky im ukrainischen öffentlichen Raum eine Manifestation der Russifizierung ist – einer Politik, die die russische Sprache und Kultur aufzwingt, die ukrainische verdrängt und die Präsenz der ukrainischen Identität verringert.

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