Krimineller Skandal um Lebensmittel für die ukrainischen Streitkräfte: Neun Personen festgenommen

Die Staatsanwaltschaft und das Staatliche Ermittlungsbüro haben einen groß angelegten Betrugsfall aufgedeckt, bei dem Haushaltsmittel für die Lebensmittelversorgung der ukrainischen Streitkräfte veruntreut wurden. Die organisierte Gruppe bestand sowohl aus Geschäftsleuten als auch aus Angehörigen der Streitkräfte. Nach ersten Schätzungen entstand dem Staat ein Schaden von mindestens sechs Millionen Hrywnja.

Den Ermittlungen zufolge wurde das System vom Inhaber zweier Privatunternehmen organisiert, die staatliche Verträge mit dem Verteidigungsministerium hatten. Über diese Unternehmen wurden Lebensmittel eingekauft, angeblich zur Versorgung von Militäreinheiten und einer Bildungseinrichtung der ukrainischen Streitkräfte.

Die Gruppe arbeitete nach einem klaren Schema:

  • Auf den Kostenrechnungen und Abnahmebescheinigungen war eine größere Produktmenge angegeben als tatsächlich geliefert wurde;

  • Manche Lebensmittel wurden gar nicht bereitgestellt;

  • Die Aktionen wurden von vier Militärangehörigen koordiniert – Mitarbeitern des Verpflegungsdienstes in den Einheiten und der Bildungseinrichtung;

  • All dies ermöglichte die legale „Aneignung“ von Haushaltsmitteln, die eigentlich zur Versorgung der Armee bestimmt waren.

Zur kriminellen Organisation gehörten:

  • Der Organisator selbst ist Geschäftsmann und Firmeninhaber;

  • zwei Geschäftsführer von kontrollierten Unternehmen;

  • zwei Angestellte dieser Unternehmen;

  • sowie vier Vertreter der ukrainischen Streitkräfte, die für die Entgegennahme der Lieferungen zuständig sind.

Alle neun Teilnehmer wurden festgenommen. Die Strafverfolgungsbehörden bereiten derzeit Verdachtsmomente und Anträge auf Präventivmaßnahmen vor.

„Dies ist ein Beispiel dafür, wie skrupellose Geschäftsleute mitten im Krieg Armeeaufträge nicht zum Wohle des Militärs, sondern zu ihrer eigenen Bereicherung missbrauchen. Der Zynismus und das Ausmaß des Betrugs erfordern ein hartes Vorgehen des Staates“, kommentierte die Generalstaatsanwaltschaft.

Die Ermittlungen dauern an. Es ist möglich, dass die Schadenssumme noch steigt – Dokumente und Zahlungsströme aus mehreren weiteren Verträgen werden derzeit geprüft.

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