Zollbeamte in Lwiw machten am 25. April am Postübergang Lwiw eine ungewöhnliche Entdeckung. In einer Sendung von Kiew nach Breslau (Polen) fanden sie 2.580 lebende Ameisen. Jede Ameise befand sich in einem separaten Glasfläschchen, und alle Fläschchen waren in einer Metallbox verpackt, die als „Fernbedienung“ deklariert war.
Der Zoll von Lemberg teilte dies auf seiner Facebook-Seite mit.
Das Insekt wurde bei einer Inspektion mit dem RAPISCAN-Röntgensystem entdeckt. Die Untersuchung der Ladung ergab ungewöhnliche Objekte im Inneren der Kiste, die Anlass für eine detailliertere Untersuchung bildeten.
Als die Zollbeamten das Paket öffneten, entdeckten sie Hunderte kleiner Glasfläschchen mit Ameisen darin. Es stellte sich heraus, dass die Fracht heimlich über die Grenze geschmuggelt wurde – ohne den Zoll zu benachrichtigen und mit Mitteln, die es erschwerten, den Inhalt zu entdecken.

Der Transport von Ameisen in internationalen Expresssendungen ist gesetzlich verboten. Verstöße werden gemäß den Artikeln 473 und 483 des ukrainischen Zollgesetzes geahndet. Nach Feststellung des Verstoßes erstellten die Zollbeamten einen entsprechenden Bericht.
Derzeit befinden sich alle Ameisen unter Beobachtung im Lager. Über ihr weiteres Schicksal entscheidet das Gericht nach Abschluss des Verfahrens. Geplant ist außerdem eine Untersuchung zur Bestimmung der Insektenarten.
Die Motive der Absender bleiben unklar.
Übrigens gab es schon früher Fälle von illegalem Ameisenschmuggel. So berichtete Reuters beispielsweise am 16. April über einen Versuch, 5.000 Ameisenköniginnen nach Kenia zu schmuggeln. Die Insekten sollten auf Märkten für exotische Tiere in Europa und Asien verkauft werden.

