Für die ukrainische Armee ist an der Front in der Region Donezk eine neue Bedrohung entstanden: Russische Truppen versuchen, von beiden Seiten vorzurücken. Der Militäranalyst Julian Röpke von BILD berichtet, dass russische Streitkräfte von Nordosten bis zum Kurachiv-Stausee vorgerückt sind und gleichzeitig von Südwesten aus Richtung Vugledar darauf stoßen.
Diese strategische Lage gefährdet die Einkesselung der Stadt Kurachowe durch die ukrainischen Streitkräfte, sollten diese sich nicht zurückziehen. Röpke merkt an, dass die russische Armee bereits das Dorf Maksymivka in der Region Donezk eingenommen hat. Da der Ukraine in diesem Gebiet Reserven und eine zweite Verteidigungslinie fehlen, schreitet Russland mit etwa zwei Kilometern pro Tag voran, was die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Kessels erhöht.
Analytischen Informationen zufolge dürfte das ukrainische Militär dieser Bedrohung durch einen großangelegten Rückzug aus etwa 20 Siedlungen südöstlich des Dorfes Andrijiwka entgehen. Die Lage bleibt angespannt, und weitere Aktionen beider Seiten könnten den Verlauf des Konflikts erheblich beeinflussen.

