Laut Remy Wong, einem Vertreter der Plattform, haben die ukrainischen Behörden Telegram eine Liste von Kanälen übermittelt, die sie als „potenziell problematisch“ einstufen.
Laut Wong hat die Ukraine im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit der Plattform eine Liste von Kanälen zur Verfügung gestellt, um Probleme im Zusammenhang mit Inhalten anzugehen, die gegen die Gesetze des Landes verstoßen oder andere Probleme verursachen könnten.
„Wir untersuchen den Vorfall derzeit und werden gegen alle Inhalte vorgehen, die gegen die Nutzungsbedingungen von Telegram verstoßen“, sagte er. Wong nannte keine der betroffenen Kanäle, versicherte aber, dass der Messenger für alle Nutzer sicher sei.
„Telegram wurde speziell entwickelt, um Nutzer vor russischer Überwachung zu schützen. Unsere Anwendungen sind Open Source, und das Verschlüsselungsprotokoll ist vollständig dokumentiert, sodass jeder Forscher dessen Integrität und Implementierung unabhängig überprüfen kann“, fügte er hinzu.
Telegram-Vertreter geben keine Details zu den konkreten Kanälen bekannt, die in der Liste aufgeführt sind, weisen aber darauf hin, dass die Plattform diese Liste prüfen und entsprechende Maßnahmen ergreifen wird.
Ende Februar veranstaltete der Ausschuss für Meinungsfreiheit der Werchowna Rada eine Podiumsdiskussion, um die potenzielle Bedrohung der nationalen Sicherheit der Ukraine durch den Messenger-Dienst Telegram zu erörtern. Die Teilnehmer kamen zu dem Schluss, dass Telegram in der Ukraine verboten werden sollte.
Andriy Kovalenko, Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine, ist überzeugt, dass es unmöglich ist, den Überbringer der Nachricht in der Ukraine zu blockieren.
Später stellte der Ausschuss für Meinungsfreiheit fest, dass die Telegram-Administration sich weigert, Kanäle zu sperren, die russische Propaganda verbreiten.

