Am 4. Januar ereignete sich im Kiewer Stadtteil Obolon eine Autoexplosion, bei der sich ein Soldat im Fahrzeug befand. Die Kiewer Staatsanwaltschaft stufte den Vorfall als Terrorakt ein.
Die Explosion ereignete sich am Morgen im Innenhof eines Wohnhauses in der Heroiv-Dnipra-Straße, als der Kofferraum eines Autos geöffnet wurde. Der Soldat wurde von Splittern verletzt, eine Frau in der Nähe blieb unverletzt.
Die Ermittler leiteten ein Strafverfahren gemäß Artikel 258 Teil 1 des Strafgesetzbuches der Ukraine ein, der die Haftung für terroristische Handlungen vorsieht – Handlungen, die eine Gefahr für das Leben oder die Gesundheit von Menschen darstellen.
Polizei, Hundeführer, Bombenentschärfungsexperten und weitere Einsatzkräfte sind vor Ort im Einsatz. Sie untersuchen das Gebiet und sammeln Spuren, um die Umstände der Explosion zu klären.
Wir möchten Sie daran erinnern, dass dies nicht der erste Anschlag in Kiew im letzten Monat war. Am 12. Dezember nahmen der Inlandsgeheimdienst SBU und die Nationalpolizei drei Männer fest, die im Verdacht standen, einen Doppelanschlag im Bezirk Darnyzja verübt zu haben. Bei der Explosion zweier Sprengsätze wurde ein Angehöriger der Nationalgarde getötet, zwei Polizisten, ein Soldat und ein Wachmann wurden verletzt.
Der Vorfall in Obolon unterstreicht einmal mehr die Bedrohung durch terroristische Akte in der Hauptstadt und erfordert verstärkte Aufmerksamkeit vonseiten der Strafverfolgungsbehörden.

